2014 weniger Komatrinker in der Metropolregion Rhein-Neckar

Vatertag, Frühlings- und Maifeste – im Wonnemonat gibt es viele Gelegenheiten für ein gemütliches Beisammensein in geselliger Runde. Deshalb kam es im Mai vergangenen Jahres landesweit zu den zweitmeisten alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen. Mehr gab es nur im Fastnachtsmonat Februar. Das Feiern und Feste nicht zwangsläufig im Vollrausch enden müssen, wird aber offenbar immer mehr Menschen bewusst. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen von Personen, die in der Metropolregion wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen, rückläufig. Hinweis für die Redaktionen: Wir stellen Ihnen auf Nachfrage die Zahlen für Mannheim, Heidelberg, den Rhein-Neckar-Kreis sowie den Neckar-Odenwald-Kreis gerne zur Verfügung.

Datum: 21.05.2015 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Mannheim

2014 weniger Komatrinker in der Metropolregion Rhein-Neckar

Präventionsmaßnahmen greifen

Vatertag, Frühlings- und Maifeste – im Wonnemonat gibt es viele Gelegenheiten für ein gemütliches Beisammensein in geselliger Runde. Deshalb kam es im Mai vergangenen Jahres landesweit zu den zweitmeisten alkoholbedingten Krankenhauseinweisungen. Mehr gab es nur im Fastnachtsmonat Februar. Das Feiern und Feste nicht zwangsläufig im Vollrausch enden müssen, wird aber offenbar immer mehr Menschen bewusst. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Zahlen von Personen, die in der Metropolregion wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert werden müssen, rückläufig.

In Mannheim, Heidelberg, dem Rhein-Neckar- und dem Neckar-Odenwald-Kreis mussten im vergangenen Jahr 140 Frauen und 340 Männer wegen Alkoholmissbrauchs stationär behandelt werden. Vergleicht man diese Zahlen mit denen des Jahres 2013, so zeigt sich, dass die Zahlen bei den Frauen leicht gestiegen sind, bei den Männern sind sie dagegen gesunken. Im Jahr 2013 waren 376 Männer betroffen. Das entspricht einem Rückgang von 2013 auf 2014 um rund 10 Prozent. Besonders erfreulich ist die rückläufige Zahl in der Altersgruppe von 15 – 19 Jahren. Im vergangenen Jahr waren 26 Mädchen und 35 Jungen in diesem Alter betroffen. Das ist jeweils die niedrigste Zahl seit 2010.

Die Zahlen zeigen auch, dass fast jeder fünfte Betroffene ein „Wiederholungstäter“ ist und nicht zum ersten Mal wegen eines Vollrauschs im Krankenhaus behandelt wird. Solche Zahlen weisen darauf hin, dass eine Alkoholabhängigkeit vorliegt, diese Menschen also an der Alkohol-Krankheit leiden. Besonders betroffen in dabei die Altersgruppe von 50-54 Jahren.

Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald: „Wir unterstützen seit über 20 Jahren regionale Projekte zur Aufklärung und Prävention. Die Arbeit von Kommunen, Polizei, Krankenkassen und privaten Einrichtungen trägt in den letzten Jahren erkennbar Früchte.“ Aus Sicht der AOK ist es besonders wichtig bereits früh mit der Aufklärungsarbeit zu beginnen. „Die Schulen sind hierfür von entscheidender Bedeutung“, so Strobel.

Alkoholmissbrauch schadet nicht nur der Gesundheit der Betroffenen, es kostet die Gesellschaft auch eine Menge Geld. Die Behandlungskosten dafür beliefen sich für die AOK landesweit im Jahr 2014 auf mehr als 6,4 Millionen Euro.

Kontakt zur Pressestelle

Alexander Föhr

Pressesprecher

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