Aktuelle wissenschaftliche Studie belegt: AOK-Kurse senken psychische Belastung -

Psychische Erkrankungen machten auch 2014 mehr als 10 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage von Versicherten der AOK-Baden-Württemberg aus. Mit dem Programm „Lebe Balance“ hat die AOK Baden-Württemberg 2013 als erste Krankenkasse ein maßgeschneidertes, wissenschaftlich fundiertes Präventionsangebot geschaffen und bislang mehr als 15.000 Menschen damit erreicht. In ihrem aktuellen Präventionsbericht veröffentlicht die Kasse nun aktuelle Zwischenergebnisse vom Mannheimer Zentralinstitut für Seelische Gesundheit. „Die ersten Evaluationsergebnisse zeigen einen signifikanten Rückgang der psychischen Belastung und einen Anstieg der Lebenszufriedenheit“, erklärt Dietmar Wieland, Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee. „Zielgerichtete Prävention kann also weit im Vorfeld einer psychischen Erkrankung das innere Gleichgewicht verbessern.“

Datum: 06.08.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Lörrach

Lebe Balance richtet sich an gesunde Menschen und soll möglichen psychischen Störungen vorbeugen. Für die Evaluation wurden über 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lebe-Balance-Seminare schriftlich befragt. „Vergleicht man die psychische Belastung im Vergleich zur Kontrollgruppe, so nimmt diese signifikant ab“, sagt Diplom-Psychologin Lisa Lyssenko, die das Programm unter Leitung von Prof. Dr. Martin Bohus, Wissenschaftlichem Direktor am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit, mitentwickelt hat. „Die Teilnehmer zeigten sowohl unmittelbar nach dem Kurs, als auch drei Monate später eine deutlich geringere psychische Belastung als die nicht teilnehmende Kontrollgruppe. Die Resilienz, also die psychische Widerstandsfähigkeit unserer Teilnehmerinnen und Teilnehmer, nimmt zu. Wir können also aus wissenschaftlicher Sicht bislang die Wirksamkeit des Programms bestätigen.“

Prävention spielt bei der AOK Baden-Württemberg eine wichtige Rolle und zählt seit über 25 Jahren zum Markenkern. „Wir bringen Prävention dort voran, wo die Menschen leben und arbeiten und investieren konsequent in qualitätsgeprüfte Maßnahmen“, sagt Edo Jastram, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Lörrach. 2014 hat die Gesundheitskasse landesweit mehr als 6.300 Kurse angeboten und dabei mehr als 65.0000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht. Bei der AOK Hochrhein-Bodensee waren es in diesem Zeitraum mehr als 120 eigene Gesundheitskurse für alle Altersgruppen im Landkreis Lörrach. Pro Jahr absolvieren etwa 700 Menschen die Kurse gegen Rückenprobleme. An Kursen zur richtigen Ernährung, Bewegung und psychischen Gesundheit nehmen jährlich etwa 1.200 Menschen im Landkreis teil.

21,1 Millionen Euro hat die AOK Baden-Württemberg im vergangenen Jahr für Primärprävention ausgegeben, also 5,37 Euro je Versicherten und damit deutlich mehr als der Durchschnitt der gesetzlichen Krankenkassen (4,11 Euro je Versicherten) in die Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement. Die AOK sieht sich daher als Vorreiter auf dem Gebiet der Prävention unter den gesetzlichen Krankenkassen und will dieser Rolle auch künftig gerecht werden.

Weitere Informationen und Anmeldung zu den kostenfreien Gesundheitskursen finden Interessierte in allen AOK-KundenCentern vor Ort oder online unter www.aok-bw.de/hrb > Gesund bleiben > Gesundheitsangebote.

Der Präventionsbericht 2014 der AOK Baden-Württemberg steht unter www.aok-bw-presse.de zum Download bereit.

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