Am 15. November ist Welt-COPD-Tag - AOK macht auf Krankheitsstand in der Region Hochrhein und Bodensee aufmerksam

Wer viel raucht, riskiert COPD. Die AOK hat anlässlich des Welt-COPD-Tages ihre Statistiken ausgewertet.

Datum: 14.11.2017 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Waldshut-Tiengen / Konstanz / Lörrach

Anlässlich des Welt-COPD-Tags am 15. November weist die AOK auf die Häufigkeit der Chronisch-Obstruktiven Lungenkrankheit in den Landkreisen an Hochrhein und Bodensee hin (in Englisch chronic obstructive pulmonary disease). „COPD geht mit einer hohen Krankheitslast einher und zählt weltweit zu den führenden Todesursachen“, erklärt Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg. In Deutschland ist es die sechsthäufigste Todesursache.

 

Allein in der Region Hochrhein und Bodensee waren im vergangenen Jahr 7.698 AOK-Versicherte wegen COPD in Behandlung. Das sind genau 4 Prozent der Versicherten, genauso viel im Landesdurchschnitt. Männer sind mit einem Anteil von 52 Prozent an allen Erkrankten etwas häufiger betroffen als Frauen. „Bei der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung ist die Lunge dauerhaft geschädigt und die Atemwege sind verengt“, erläutert Ärztin Sabine Knapstein das Krankheitsbild. „Dadurch bekommen Betroffene bei fortgeschrittener COPD nur schwer Luft. Schon Alltagstätigkeiten können dann ausreichen, um außer Atem zu geraten – wie Treppensteigen, Gartenarbeit oder ein Spaziergang.“

 

Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Lebensalter. In den Altersgruppen ab 65 Jahren sind laut AOK-Auswertung über zehn Prozent der Menschen in den Landkreisen Konstanz, Waldshut und Lörrach betroffen. „Eine COPD entsteht nicht plötzlich, sondern entwickelt sich langsam über Jahre hinweg. Beschwerden wie hartnäckiger Husten werden anfangs oft für ‚normalen‘ Raucherhusten, eine Bronchitis oder Asthma gehalten“, führt Knapstein weiter aus. Dass eine fortschreitende Erkrankung dahintersteckt, werde häufig erst erkannt, wenn bereits stärkere Beschwerden spürbar sind. Viele Betroffene seien dann älter als 60 Jahre. Die Behandlung der COPD zielt darauf ab, das Fortschreiten der Erkrankung aufzuhalten oder zumindest zu bremsen. Wichtig sei vor allem, aufs Rauchen zu verzichten. Medikamente können die Beschwerden lindern und Atemnot-Anfällen vorbeugen. Patientenschulungen helfen, mit der Erkrankung umzugehen.

 

Die AOK setzt beim Rauchen als Risikofaktor Nummer 1 auf Prävention in jungen Jahren. Daher unterstützt die Gesundheitskasse zusammen mit den Kommunalen Suchbeauftragten der Landkreise die Nichtraucheraktion „be smart – don’t start“ an den Schulen. In Baden-Württemberg nahmen im vergangenen Schuljahr 630 Klassen an der Präventionsaktion teil und verpflichteten sich dabei freiwillig zum Nichtrauchen.

 

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