AOK-Auswertung: Anstieg der Migräne-Fälle in der Region Hochrhein-Bodensee

Im Zeitraum von fünf Jahren ist die Anzahl der Migräne-Fälle um 18 Prozent gestiegen.

Datum: 07.09.2017 / Kategorie: Gesundheitstipps

Waldshut-Tiengen / Konstanz / Lörrach

Immer mehr Menschen in der Region Hochrhein und Bodensee sind von Migräne betroffen. Das zeigt eine Auswertung der AOK Hochrhein-Bodensee. 5.068 AOK-Versicherte waren nach den aktuellsten verfügbaren Zahlen im Jahr 2015 deswegen in Behandlung. 2011 waren es noch 4.278 Fälle. Das ist eine Steigerung um 18 Prozent in einem Fünfjahreszeitraum. Nicht nur ein Klischee, sondern auch Fakt ist, dass Frauen häufiger unter Migräne leiden. Sie machen im Landkreis rund 80 Prozent aller Betroffenen aus. Am stärksten betroffen sind Frauen im Alter von 45 bis 54 Jahren. In dieser Altersgruppe leiden acht Prozent aller Frauen an Migräne.

 

Die Dunkelziffer dürfte noch höher sein, da nicht alle Betroffenen zum Arzt gehen. „Die Fachmedizin geht davon aus, dass innerhalb eines Jahres rund 6 Prozent der Männer und 15 Prozent der Frauen an Migräne und deren Symptome leiden“, sagt Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK. Migräne-Anfälle kommen oft ohne Vorwarnung und können rasch unerträglich werden. Die Kopfschmerz-Attacken gehen oft einher mit Symptomen wie Übelkeit oder Erbrechen sowie Licht- und Lärmempfindlichkeit. „Die genaue Ursachen sind nicht bekannt, es gibt jedoch eine genetische Veranlagung dafür“, erklärt die AOK-Ärztin. Zu den Auslösern einer Migräne zählen unter anderem hormonelle Schwankungen, aber auch Stress und Schlafmangel, Reizüberflutung, das Auslassen von Mahlzeiten und Blutzuckerschwankungen. Auch können Migräne-Attacken einsetzen, wenn die Betroffenen zu wenig getrunken haben.

 

Um Migräne-Anfälle zu verhindern, sollten Betroffene auf die Auslöser achten und sie möglichst meiden. Auf jeden Fall wirken Maßnahmen wie eine geregelte Lebensweise und Ausdauersport vorbeugend. Auch Entspannungsübungen –  wie zum Beispiel autogenes Training – helfen ebenso wie Ruhe und Schlaf. Schmerzmittel wie Paracetamol oder Aspirin in richtiger Dosierung können bei leichten Attacken hilfreich sein. Werden Schmerz- oder Migräne-Mittel jedoch zu häufig eingesetzt, kann dies zu chronischen Kopfschmerzen führen.

 

„Zur geeigneten Migränebehandlung sollten Patienten einen Arzt konsultieren für eine individuelle Beratung. So kann der Experte die beste Form der Therapie finden“, empfiehlt Dr. Knapstein.

 

Kontakt zur Pressestelle

Cordelia Steffek

Pressesprecherin

E-Mail: presse-aok-hrb@bw.aok.de
Telefon: 07621 419-136
Telefax: 07621 419- 91136
Mobil: 01520 9258069

Am Rheinfels 2
79761 Waldshut-Tiengen