AOK-Bezirksrat verkündet 240.000 AOK-Versicherte

Die AOK Ulm-Biberach hat ein neues Versicherten-Hoch erreicht. Aktuell 240.000 Personen vertrauen ihre Gesundheit der AOK an. Mit einem Mitglieder-Plus von 7.200 in zwölf Monaten eröffnete Götz Maier die erste Sitzung des AOK-Bezirksrats 2016. Er übernahm gleichzeitig dessen Vorsitz.

Datum: 12.04.2016 / Kategorie: AOK-Bezirksrat Ulm-Biberach

Ulm/Biberach

     Das Selbstverwaltungsgremium beschäftigte sich gestern mit der praktischen Umsetzung des zweiten Pflegestärkungsgesetzes in Ulm, Biberach und Alb-Donau-Kreis. „Die Pflege ist eine enorme Herausforderung für unsere Gesellschaft, sowohl von Personal- als auch von Finanzierungsseite“, eröffnete Maier die Diskussion. In Deutschland leben zurzeit etwa 2,6 Millionen pflegebedürftige Menschen. Bis 2060 werden es rund 4,7 Millionen sein. Von Beginn des kommenden Jahres an gilt in der Pflege ein neues Einstufungssystem der Pflegebedürftigkeit, das der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft gerechter werden soll. Statt in die bisherigen drei Pflegestufen werden Pflege-bedürftige in fünf Pflegegrade eingestuft. „Die Überleitung soll nach einem festgelegten System automatisch geschehen, wobei kein zu Pflegender schlechter gestellt wird. Das ist eine versichertenfreundliche Lösung, die wir sehr begrüßen“, kommentierte Maria Winkler, alternierende Vorsitzende des Bezirksrats, das Gesetz. Eine weitere Neuerung ist, dass Demenzerkrankungen darin mehr Berücksichtigung finden. Die AOK Baden-Württemberg bereitet sich seit geraumer Zeit auf den 1. Januar vor, wenn dieses System auf ihre zurzeit 185.000 pflegebedürftigen Versicherten übertragen wird. Die sechs neuen Begutachtungsmodule erfassen die Selbstständigkeit und Fähigkeiten der pflegebedürftigen Person in Ausprägung, Häufigkeit oder Dauer. „Eine entscheidende Neuerung des zweiten Pflegestärkungsgesetzes ist die bessere Berücksichtigung von Qualitätskriterien“, erläuterte der Vorsitzende Götz Maier. Maria Winkler forderte weiterreichende politische Schritte, um die Finanzierbarkeit der Pflege in Zukunft sicherzustellen. „Als Ergebnis dieses Gesetzes wird die Anzahl der Pflege-bedürftigen, die Leistungen aus der Pflegeversicherung beziehen, insgesamt steigen“, so Winkler. Die qualitativ hochwertige Pflege unserer alternden Gesellschaft müsse uns dies wert sein, doch gleichzeitig müsse sie bezahlbar bleiben. Das mache politische Schritte unumgänglich. Die AOK rechnet mit einer Zunahme der Anträge um 20 Prozent. Für Angehörige und professionelle Pflegekräfte nehmen die Belastungen angesichts des Mangels an Pflegekräften zu. Ohne pflegende Angehörige, meist Ehepartner oder Kinder, wäre die Versorgung schon heute nicht annähernd möglich. „Pflegende Angehörige sind eine essentielle Säule in der Versorgung der Versicherten und benötigen unsere Unterstützung“, stellte Maier fest. Die AOK Baden-Württemberg reagiert darauf, indem sie ihre Angebote in Form von Pflegekursen und Schulungen für Angehörige mit Modellprojekten stetig weiter ausbaut.            

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