AOK fördert Elterninitiative Autismus Hochrhein – Scheckübergabe durch AOK-Kundencenterleiter

Mit einem Betrag von 1.500 Euro fördert die AOK projektbezogen die Elterninitiative Autismus Hochrhein. Einen entsprechenden symbolischen Scheck überreichte Riccardo Sibold, Leiter des AOK-Kundencenters Bad Säckingen, am Freitagabend den Eltern im Rahmen ihres monatlich stattfindenden Treffens im Gasthof Adler in Hauenstein.

Datum: 10.07.2015 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Laufenburg

Autismus ist eine angeborene, tiefgreifende Entwicklungsstörung, die sich in sehr unterschiedlichen Ausprägungen und Schweregraden zeigt. Deshalb spricht man von einer Autismus-Spektrums-Störung. Formen sind frühkindlicher Autismus, atypischer Autismus und das Asperger-Syndrom. Allen Formen gemeinsam sind Probleme im Bereich der Wahrnehmung und Informationsverarbeitung, aber auch Schwierigkeiten bei der Kommunikation und der sozialen Kontaktaufnahme. Autistische Verhaltensweisen können sich in ständig wiederholenden Handlungen und in der Fixierung auf bestimmte Spezialthemen zeigen.

2009 haben sich betroffene Eltern aus der Region zur Elterninitiative Autismus Hochrhein zusammengeschlossen. Regelmäßig einmal im Monat treffen sie sich, um Erfahrungen auszutauschen und gegenseitig Tipps zu geben. Darüber hinaus organisiert die Elterninitiative Fachtagungen.

„Wir sind glücklich, dass wir für unsere nächste Veranstaltung eine so großzügige Unterstützung erhalten“, freute sich Monika Grimmecke im Namen aller Eltern bei der Scheckübergabe. Mit den Fördermitteln finanzieren die Eltern einen großen Teil der Kosten ihres Fachtages zum Thema „Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Menschen mit Autismus“. Zu dieser Veranstaltung am 10. Oktober in Bad Säckingen sind neben Eltern auch Menschen eingeladen, die in ihrem beruflichen Kontext mit autistischen Kindern und Erwachsenen zu tun haben. Der Fachtag beleuchtet Ursachen des spezifischen Verhaltens und stellt effektive Strategien vor, damit umzugehen. Fachreferent ist der Sozialpädagoge Markus Kiwitt, dessen Ausführungen Co-Referentin Andrea Bröker, die Asperger-Autistin ist, alltagspraktisch ergänzt.

Für die AOK Baden-Württemberg sind Selbsthilfegruppen mit gesundheits­fördernder Ausrichtung ein ganz wesentlicher Bestandteil in der gesundheitlichen Versorgung. „Wir möchten mit unserer finanziellen Unterstützung dazu beitragen, dass das Angebot für Eltern mit autistisch veranlagten Kindern aus der Region Hochrhein so vielfältig bleibt, wie es in der Vergangenheit gewesen ist“, unterstreicht Riccardo Sibold das Engagement der Gesundheitskasse. Ganz grundsätzlich sei Selbsthilfe sehr gut dazu geeignet, die aktive Mitarbeit und Selbstverantwortung der Patienten zu fördern. „Deshalb wird die AOK Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee den Gruppen in der Region auch zukünftig in angemessenem Rahmen ihre Unterstützung anbieten.“

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