AOK fördert Suchtprävention im Landkreis Waldshut - Scheckübergabe an Landrat Dr. Martin Kistler

Einen Scheck in Höhe von 7.840 Euro für die Suchtprävention überreichte der Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee, Uwe Schreiber, an Landrat Dr. Martin Kistler.

Datum: 01.03.2017 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Waldshut-Tiengen

Einen Scheck in Höhe von 7.840 Euro für die Suchtprävention überreichte jetzt der Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee, Uwe Schreiber, an Landrat Dr. Martin Kistler. „Wir freuen uns sehr über die Unterstützung der AOK in dieser schwierigen Aufgabenstellung“, bedankte sich der Landrat. „Das Geld ist gut angelegt, denn wir unternehmen hier große Kraftanstrengungen.“

 

„Als Gesundheitskasse ist es uns ein großes Anliegen, die Aufgaben der Beauftragten für Suchtprävention und Suchtkrankenhilfe in den Kommunen finanziell abzusichern“, sagte Uwe Schreiber bei der Scheckübergabe. „Wir verfolgen dabei das Ziel, die bestehenden Angebote zu sichern und neue Ideen zu fördern.“

 

„Wir haben hier schon immer großen Wert darauf gelegt, früh mit unseren Präventionsbemühungen zu beginnen und sie auch stetig weiter zu entwickeln“, erklärt Landrat Dr. Martin Kistler. Im Zuge dieser Weiterentwicklung haben die  Bemühungen seit einiger Zeit sogar Ungeborene im Blick. „In Zusammenhang mit der Prävention zum Fetalen Alkoholsyndrom möchten wir Schwangere erreichen und sie motivieren, während der Schwangerschaft gänzlich auf Alkohol zu verzichten,“ erläutert Wilfried Könnecker, Kommunaler Suchtbeauftragte im Landkreis Waldshut. Vielen Schwangeren sei nicht klar, welche Schäden durch Alkoholkonsum während der Schwangerschaft entstehen können. Das Fetale Alkoholsyndrom gilt als die größte nichtgenetische Behinderung in Deutschland. In diesem Feld der Prävention treffen sich die Frühen Hilfen und die Suchtprävention. „Gemeinsam suchen wir zum Beispiel gynäkologische Praxen im Landkreis auf und informieren dort, oder in den Qualitätszirkeln der Kinderärzte, über diese Problematik“, erläutert Wilfried Könnecker weiter.

 

Insgesamt ist es so, dass für alle Lebensbereiche von der Kindheit über die Jugend bis ins Erwachsenenleben passende Präventionsstrategien entwickelt werden. Ein wichtiger Bereich ist hier auch die Schule. Etwa 20.000 Kinder und Jugendliche im Landkreis sind Schulkinder und können dort auch gut mit Angeboten zur Suchtprävention erreicht werden. Und nicht nur die Kinder sondern auch die Eltern sind Zielgruppe der schulischen Prävention. Auf Elternabenden und in Elternseminaren sollen sie für die Prävention sensibilisiert werden. Allein im Bereich der Grundschulen nahmen im letzten Jahr über  600 Kinder und etwa 200 Eltern an entsprechenden Angeboten teil.

 

Darüber hinaus sind die AOK und der Kommunale Suchtbeauftragte seit vielen Jahren Partner des Nichtraucherprojekts „Be smart – don`t start“. Dieses Projekt läuft bereits seit über 20 Jahren nicht nur in Deutschland, sondern in vielen Ländern Europas. Ziel ist es, Kinder und Jugendliche möglichst vor dem Rauchen der ersten Zigarette präventiv zu erreichen. „Gerade die Förderung des Nichtrauchens war bisher sehr erfolgreich“, merkt Landrat Dr. Kistler an. So sank die Raucherquote von Jugendlichen in den vergangenen Jahren kontinuierlich. Seit Beginn des Jahrtausends verringerte sie sich bei Jugendlichen von 28 Prozent auf mittlerweile unter 10 Prozent. Gleichzeitig stieg die Zahl der Nie-Raucher/innen. Dreiviertel aller Jugendlichen haben noch nie geraucht. „Insofern freue ich mich sehr über die langjährige Zusammenarbeit mit der AOK und über den finanziellen Beitrag. Beides unterstützt unsere Bemühungen, nicht nur bei der Förderung des Nichtrauchens, sondern in allen Bereichen der Suchtprävention“, bedankt sich Landrat Dr. Kistler beim AOK-Geschäftsführer Uwe Schreiber.

 

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