AOK-Gesundheitsbericht 2017: Krankenstand im Kreis fast unverändert

Der Krankenstand im Kreis Göppingen ist 2017 im Vergleich zu 2016 um 0,1 Prozentpunkte auf 5,3 Prozent minimal gesunken. Damit liegt er gleichauf zum bundesweiten Krankenstand. Das geht jetzt aus dem AOK-Gesundheitsbericht 2017 zu den Fehlzeiten im Kreis Göppingen hervor.

Datum: 21.03.2018 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Göppingen

Statistisch gesehen war jedes AOK-Mitglied im Vorjahr rund 19 Tage krank. Die Zahlen der AOK Neckar-Fils gelten als repräsentativ, denn bei ihr sind rund 40 Prozent der Bevölkerung im Landkreis krankenversichert.

 

Wie häufig sich Arbeitnehmer krankmelden, hängt stark vom Job ab. Die meisten Fehltage hatten nach wie vor Beschäftigte in der Öffentlichen Verwaltung gefolgt von den Branchen Verkehr/Transport und verarbeitendes Gewerbe. Am wenigsten Krankschreibungen gab es in der Land- und Forstwirtschaft.

 

Die häufigste Ursache für Arbeitsunfähigkeit waren Erkrankungen der Atemwege (25 Prozent) gefolgt von Muskel- und Skeletterkrankungen (16 Prozent). Letztere Erkrankungen umfassen auch Rückenbeschwerden. Sie waren Grund für die längsten Ausfälle und machten mehr als ein Fünftel aller Krankheitstage aus. Obwohl psychische Erkrankungen nur fünf Prozent der Krankmeldungen verursachten, sorgten sie jedoch für zwölf Prozent der Krankheitstage.

 

Mit zunehmenden Alter (ab 40 Jahre) steigt der Krankenstand kontinuierlich an und erreicht in der Altersgruppe der 60- bis 64-Jährigen seinen Höchststand. Männer melden sich häufiger krank als Frauen. Saisonal steigt ab Oktober die Arbeitsunfähigkeit und erreicht im Februar ihren Höchststand. „Es bleibt abzuwarten, wie sich die aktuelle Grippewelle auf die Krankenstandstatistik im nächsten Jahr auswirken wird“, sagt AOK-Geschäftsführer Johannes Bauernfeind.

 

Fehlzeiten in Unternehmen verursachen hohe Kosten. Damit Beschäftigte gesund bleiben, bietet die AOK Neckar-Fils Unterstützung für Betriebe an. „Mit Hilfe eines professionellen Gesundheitsmanagement lassen sich Krankheitstage reduzieren. Unsere Fachleute schauen sich die Krankheitsstände an, bieten eine professionelle Arbeitsplatzanalyse und helfen dabei, ein Bewusstsein für gesundes Leben und Arbeiten im Unternehmen zu schaffen“, erklärt Bauernfeind.

 

Eine hohe Arbeitsbelastung könne sich negativ auf die psychische Gesundheit auswirken, deshalb müsse rechtzeitig vorgebeugt werden. „Wir bieten Seminare an, in denen Führungskräfte und Beschäftigte lernen, ihr seelisches Gleichgewicht zu finden und zu stärken. Denn wer sich psychisch und physisch am Arbeitsplatz wohlfühlt, erkrankt seltener“, so der AOK-Geschäftsführer.

 

 

 

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