AOK im Dialog mit Bundestagskandidat Olav Gutting (CDU): Medizinische Versorgung zukunftssicher gestalten

„In der Hausarzt- wie auch der Krankenhausversorgung bewegen wir uns in der Region auf einem guten Niveau“, zeichnet Harald Röcker ein positives Stimmungsbild. Angesichts des demografischen Wandels, sich verändernden Bedürfnissen und Strukturen in der Ärzte- und Krankenhauslandschaft bedürfe es jedoch einer politischen Diskussion, wie sich das Gesundheitswesen weiterentwickeln soll. Der Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein hat deshalb alle Bun-destagskandidaten aus dem Wahlkreis Bruchsal-Schwetzingen eingeladen, sich mit ihm über Chancen und Risiken des Gesund-heitssystems auszutauschen. Den Auftakt der Gesprächsreihe bildete der Besuch des Bundestagsabgeordneten Olav Gutting (CDU) im Bruchsaler AOK-KundenCenter.

Datum: 06.09.2017 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Bruchsal

Für beide Gesprächspartner stand die Sicherstellung einer flächendeckenden ambulanten Versorgung im Mittelpunkt. „Gerade im ländlichen Bereich bleibt dies in den nächsten Jahren eine Herausforderung“, betonte Harald Röcker und plädierte für zukunftsgerechtere Praxiskonzepte wie etwa medizinische Versorgungszentren, Gemeinschafts- oder Partnerpraxen. „Solche Modelle entsprechen dem Wunsch vieler Ärztinnen und Ärzte, das wirtschaftliche Risiko nicht allein tragen zu wollen oder am Praxisstandort wohnen zu müssen.“

 

 

 

Konsens bestand auch darin, dass bei einer drohenden Praxisschließung, insbesondere in Kleinstgemeinden, eine frühzeitige Vernetzung aller Beteiligten erfolgen müsse, um die Suche nach einem Nachfolger zu unterstützen. Mit speziellen Hausarztverträgen stärke die AOK die Lotsenfunktion des Hausarztes aktiv und gestalte den Beruf zugleich attraktiver.

 

 

 

Telemedizin wertete Olav Gutting als „superwichtiges Thema“. Er sei auch persönlich bereit, ein solches Angebot zu nutzen, so der Abgeordnete. „Hier sollten wir neue Versorgungsmodelle ausprobieren“, forderte Harald Röcker mehr Öffnung in diesem Feld. „Als zusätzliche Möglichkeit der Diagnostik oder Therapie kann Telemedizin die Versorgung im ländlichen Bereich erleichtern.“

 

 

 

Im Bereich der Krankenhausversorgung wünschte sich Harald Röcker von der Politik mehr Spielraum für Qualitätswettbewerb. „Mit den stationären Angeboten in Bruchsal und Bretten sind wir in der Region gut aufgestellt“, fasste er die Krankenhauslandschaft zusammen. „Für die Zukunft brauchen wir mehr Evidenzbasierung und Nutzenbewertung von Leistungen und Produkten.“

 

 

 

Weitere Diskussionspunkte waren die Notfallversorgung, die bessere Verzahnung von Prävention, Pflege und Reha, die Finanzierung des Gesundheitssystems sowie Digitalisierung als Chance in der Versorgung.

 

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