AOK im Dialog mit Landtagsabgeordneter Andrea Schwarz: Gesunde und nachhaltige Ernährung als Prävention

Die Corona-Krise als Chance nutzen. Petra Spitzmüller, Geschäftsführerin der AOK Mittlerer Oberrhein, und Grünen-Landtagsabgeordnete Andrea Schwarz diskutierten, wie sich regionale Gesundheitsversorgung zukunftssicher gestalten lässt.

Datum: 22.02.2021 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Bretten/Karlsruhe

„Wenn wir Lebensräume und Artenvielfalt nicht besser schützen und die Landwirtschaft und Tierhaltung nicht endlich neu denken, wird dies nicht die letzte Pandemie sein.“ Schwarz, die erneut für den Wahlkreis Bretten kandidiert, sieht das Coronavirus als einen Warnschuss.

 

Ein erstes Umdenken im Lockdown erkennt Spitzmüller in der vermehrten Nachfrage nach ökologischen Lebensmitteln. Nun gelte es, das Bewusstsein der Menschen für gesunde Ernährung und damit auch für die Umwelt vor der eigenen Haustür nachhaltig zu stärken: Während Schwarz fordert, dass Hauswirtschaft und damit gesundes Kochen wieder in Schulen verankert werde, bietet die AOK eigene Kochkurse und Programme, die bereits in KiTas ansetzen. „Bei Erwachsenen steigt die Nachfrage nach Basics“, beobachtet Spitzmüller. „Und auch bei Kindern fehlt Grundwissen: Viele wissen nicht, wie ein Pfirsich aussieht.“

 

„Die Pandemie hat uns zudem vor Augen geführt, dass wir globale Abhängigkeiten bei der Beschaffung und Vorhaltung von Schutzausrüstungen abbauen und die Bevorratung von Arznei- und Medizinprodukten überdenken müssen“, benennt Spitzmüller eine weitere gesundheitspolitische Baustelle. „Das Land sollte eine strategische Reserve anlegen.“ Auch habe die Pandemie gezeigt, dass größere, leistungsfähigere Krankenhäuser besser auf solche Krisen reagieren können. Zentralisierung und Spezialisierung der Krankenhäuser führten zu einer höheren Versorgungsqualität.

 

Als Sprecherin für Bevölkerungsschutz setzt sich Schwarz dafür ein, das Rettungswesen besser aufzustellen. Sie befürwortet gut ausgestattete Leitstellen mit einheitlicher Software, bundeseinheitlichen Regelungen und mehr Kompetenzen für Notfallsanitäter. Insbesondere für die „First Responder“, die ehrenamtlichen Ersthelfer vor Ort wünscht sie sich mehr Unterstützung, etwa in Form von Reanimationskursen. In Deutschland bestehe in Sachen Erste Hilfe und Reanimation noch großer Nachholbedarf.

 

Foto: privat, Jana Marzinkowski

 

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