AOK Ludwigsburg-Rems-Murr: Statistik zum Krankenstand

Jeder Beschäftigte in den Landkreisen Ludwigsburg und Rems-Murr fehlt im Durchschnitt 18 Tage im Jahr.

Datum: 21.04.2015 / Kategorie: Krankenstand

Ludwigsburg/Waiblingen

Der Krankenstand in den Landkreisen Ludwigsburg und Rems-Murr ist leicht gestiegen. Mit fünf Prozent lag er 2014 um 0,1 Prozentpunkte über dem Vorjahreswert. Das zeigt die aktuelle Fehlzeiten-Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Bayern, Hamburg und Baden-Württemberg sind die Bundesländer mit dem geringsten Krankenstand in Deutschland. Innerhalb Baden-Württembergs liegen die Landkreise Ludwigsburg und Rems-Murr leicht über dem Durchschnitt.

Die Statistik zeigt, dass der Krankenstand stark vom Beruf abhängig ist. Berufsgruppen aus den Bereichen „Verarbeitendes Gewerbe“, das Transport- und Verkehrswesen und die Branche „Energie/Wasser/Entsorgung und Bergbau“ hatten mit jeweils 5,6 Prozent den höchsten Krankenstand bei den Mitgliedern der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. Beschäftigte in Banken und Versicherungen sind hingegen vergleichsweise selten krank.

Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag 2014 bei 10,5 Kalendertagen. Dies entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von vier Prozent. Im saisonalen Verlauf fällt auf, dass der Krankenstand im ersten und letzten Quartal des Jahres am höchsten ist. Die Auswertungen der AOK zeigen auch, dass der Krankenstand vom Alter abhängig ist: Im Alter zwischen 30 und 34 Jahren ist der Krankenstand am geringsten. Ab einem Alter von 40 Jahren steigt er kontinuierlich an. „Insbesondere vor dem Hintergrund des demografischen Wandels verdeutlichen die Zahlen wie wichtig es ist, durch gezielte Präventionsmaßnahmen langfristig gesund zu bleiben“, sagt Klaus Hage, Koordinator für betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. Die Gesundheitskasse bietet ihren Versicherten zahlreiche Präventionskurse aus den Bereichen Bewegung, Ernährung und Entspannung an.

Unternehmen bietet die AOK Unterstützung zur Vorsorge am Arbeitsplatz. Durch Krankenstandsanalysen und Befragungen können Firmen den Ursachen von Fehlzeiten auf den Grund gehen und mit Hilfe der AOK entsprechende Gesundheitsmaßnahmen ableiten. Bei der AOK gibt es gezielte Kurse für Beschäftigte. „Wir bieten beispielsweise Rückentrainings und in entsprechenden Branchen auch Hebetrainings an, um Rückenproblemen vorzubeugen“, erläutert Hage mit Blick auf die Statistik. „Über 22 Prozent der Krankheitstage gingen in Ludwigsburg und Rems-Murr im Jahr 2014 auf das Konto von Muskel- und Skeletterkrankungen, hier spielen insbesondere Rückenschmerzen eine große Rolle“, so Hage. Auch Erkrankungen des Atmungssystems sind mit 13 Prozent aller Krankheitstage weit verbreitet. In der Statistik folgen darauf psychische Erkrankungen und Verletzungen als häufige Gründe für Fehlzeiten.

Auf 100 Versicherte in den Landkreisen Ludwigsburg und Rems-Murr kamen im letzten Jahr 173,5 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen. Im Durchschnitt war jedes AOK-Mitglied 18,3 Tage krank geschrieben.Der Anteil der Arbeitsunfähigkeitsfälle mit einer Dauer von mehr als sechs Wochen betrug 3,4 Prozent. Diese Langzeiterkrankungen führten zu knapp 37 Prozent aller krankheitsbedingten Fehlzeiten.

Rund 57 Prozent der AOK-Mitglieder meldeten sich im Verlauf des Jahres 2014 mindestens einmal krank. Kurzzeiterkrankungen bis zu drei Tagen wurden in der Statistik allerdings nur erfasst, soweit eine ärztliche Krankschreibung vorliegt. Der tatsächliche Anteil der Kurzzeiterkrankungen kann daher höher liegen.

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