AOK: Lungenkrankheiten im Landkreis Konstanz mit steigender Tendenz

Konstanz, 29. September. Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung, nach der Abkürzung des englischen Fachbegriffs kurz COPD genannt, ist im Landkreis Konstanz weiter auf dem Vormarsch. Darauf weist die AOK Hochrhein-Bodensee in einer statistischen Auswertung anlässlich des Deutschen Lungentags hin.

Datum: 30.09.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Konstanz

Nach den aktuellen Zahlen der AOK auf Grundlage der Diagnosen ihrer Versicherten wurden 2013 im Landkreis rund 2.723 Betroffene gezählt. Im Jahr 2007 waren es erst 2.258 Personen. Der jährliche Zuwachs der Diagnose lag in diesem Zeitraum bei durchschnittlich 2,7 Prozent. Insgesamt leiden 4,6 Prozent aller AOK-Versicherten an COPD - vor allem ältere Menschen ab 45 Jahren.

Die Erkrankung kann aus einer chronischen Bronchitis heraus entstehen und ist in den Industrieländern am häufigsten mit Tabakkonsum assoziiert. Bei der COPD sind die Atemwege verengt und die kleinen Lungenbläschen werden zerstört und es entstehen immer größere „Blasen“. Darunter leidet die Funktion der Lunge. „Klassisches Symptom einer COPD ist morgendlicher Husten mit Auswurf von teils zähem Schleim“, erklärt Prof. Dr. Hans-Joachim Kabitz, Chefarzt für Innere Medizin und Pneumologie am Klinikum Konstanz. „Gerät der Patient zudem zum Beispiel bei körperlicher Anstrengung schnell in Atemnot, können dies Anzeichen für eine COPD sein.“ Liegen diese Beschwerden vor, rät Prof. Dr. Kabitz zu einer fachärztlichen Untersuchung. Dabei kann ein Lungenfunktionstest zeigen, ob eine COPD vorliegt.

Rauchen gilt als größter Risikofaktor für eine COPD, so der Pneumologe. „Wirkungsvollste therapeutische Maßnahme ist es konsequent mit dem Rauchen aufzuhören“, empfiehlt der Facharzt. Zusätzlich helfen könne Sport, spezielle Atemtechniken und entsprechende Medikamente. „Wer an COPD leidet, dem fällt Bewegung schwer. Trotzdem wäre es falsch, wenn sich der Patient schont. Denn dann wird die Muskulatur abgebaut und damit auch die Atemmuskulatur. Es fällt den Patienten noch schwerer zu atmen und sich zu bewegen“, warnt Prof. Dr. Kabitz.

Die AOK Baden-Württemberg bietet den AOK-Curaplan für COPD an, ein speziell strukturiertes Behandlungsprogramm für Betroffene. Weitere Informationen gibt die AOK unter www.aok-bw.de/hrb oder in jedem AOK-KundenCenter. Betroffene können sich auch an die VDK-Selbsthilfegruppe im Landkreis wenden www.vdk.de/kv-konstanz/ID86120

Cordelia Steffek

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