AOK: Lungenkrankheiten im Landkreis Lörrach mit steigender Tendenz

Lörrach, 30. September. Chronisch obstruktive Lungenerkrankungen, nach der Abkürzung des englischen Fachbegriffs kurz COPD genannt, sind im Landkreis Lörrach weiter auf dem Vormarsch. Darauf weist die AOK Hochrhein-Bodensee in einer statistischen Auswertung anlässlich des Deutschen Lungentags hin.

Datum: 30.09.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Lörrach

Nach den aktuellen Zahlen der AOK auf Grundlage der Diagnosen ihrer Versicherten wurden 2013 im Landkreis rund 2.262 Betroffene gezählt. Im Jahr 2007 waren es erst 1.829 Personen. Der jährliche Zuwachs der Diagnosen lag in diesem Zeitraum bei durchschnittlich 3,6 Prozent. Insgesamt leiden 3,8 Prozent aller AOK-Versicherten an COPD - vor allem ältere Menschen ab 45 und insbesondere Frauen.

Die Erkrankung kann aus einer chronischen Bronchitis heraus entstehen. Bei der COPD sind zusätzlich die Atemwege verengt und die kleinen Lungenbläschen verwachsen zu immer größeren Blasen. Darunter kann die Funktion der Lunge leiden. „Klassisches Symptom einer chronischen Bronchitis ist morgendlicher Husten mit Auswurf von zähem Schleim“, erklärt Edo Jastram, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Lörrach. „Verspürt der Betroffene zusätzlich ein Enge-Gefühl im Brustkorb und gerät bei körperlicher Anstrengung schnell in Atemnot, können dies erste Anzeichen für eine COPD sein.“ Liegen diese Anzeichen vor, rät der Gesundheitsexperte zu einer fachärztlichen Untersuchung. Dabei könne ein Lungenfunktionstest zeigen, ob eine chronische Bronchitis beziehungsweise COPD vorliegt.

Rauchen gilt als größter Risikofaktor sowohl für eine chronische Bronchitis als auch für eine COPD. „Wirkungsvollste therapeutische Maßnahme ist, ganz einfach mit dem Rauchen aufzuhören“, empfiehlt der Diplom-Sportlehrer. Zusätzlich helfen könne Sport oder spezielle Atemtechniken. „Wer an COPD leidet, dem fällt Bewegung schwer. Trotzdem wäre es falsch, wenn sich der Betroffene schont. Denn dann wird die Muskulatur abgebaut und damit auch die Atemmuskulatur. Es fällt dann noch schwerer, zu atmen und sich zu bewegen“, warnt Jastram.

Die AOK Baden-Württemberg bietet den AOK-Curaplan für COPD an, ein speziell strukturiertes Behandlungsprogramm für Betroffene. Weitere Informationen gibt die AOK unter www.aok-bw.de/hrb oder in jedem AOK-KundenCenter. Betroffene können sich auch an die Freie Selbsthilfegruppe COPD-Atemwegserkrankungen wenden. Die Selbsthilfegruppe hat 40 Teilnehmer und trifft sich jeden Monat im Erlenhof in Weil, jeweils um 14.30 Uhr am letzten Freitag im Monat. Zudem können sich Interessierte an den Behinderten- und Rehabilitations-Sportverein Lörrach (BRSV) wenden – www.brsv-loerrach.de. Ansprechpartnerin ist Margit Müller aus Steinen.

Cordelia Steffek

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