AOK meldet niedrigen Krankenstand im Landkreis Konstanz – Volkskrankheit Rücken sorgt für die längs-ten Ausfälle am Arbeitsplatz

Die AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee veröffentlicht Zahlen zum Krankenstand in Südbaden. Die Volkskrankheit Rücken ist der häufigste Grund für Krankmeldungen.

Datum: 14.03.2017 / Kategorie: Krankenstand

Konstanz

Konstanz, 14. März  – Den Menschen am Bodensee und im Hegau geht es gut. Bundesweit zählte die AOK im vergangenen Jahr einen Krankenstand von 5,3 Prozent, in Baden-Württemberg von 5 Prozent. Der Landkreis Konstanz liegt mit 4,6 Prozent unter dem Landesdurchschnitt. Das zeigt die aktuelle Fehlzeiten-Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO). Den höchsten Krankenstand im Landkreis Konstanz verzeichnete im Jahr 2016 die Branche Verkehr und Transport mit 5,8 Prozent. Am wenigsten fehlten Beschäftigte im Wirtschaftszweig Land- und Forstwirtschaft mit 2,1 Prozent. Die häufigste Ursache für die Krankmeldung von Arbeitnehmern aus dem Landkreis Konstanz waren Erkrankungen der Atemwege mit einem Anteil von 23,8 Prozent – gefolgt von  Muskel- und Skeletterkrankungen mit 16 Prozent und Verdauungsproblemen mit 8,9 Prozent.

 

Im Durchschnitt waren die Arbeitnehmer im Landkreis Konstanz 16,7 Kalendertage krank. Das entspricht einer Abnahme von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bezogen auf die Krankheitsdauer belegen Erkrankungen des Bewegungsapparates mit 21,8 Prozent den Spitzenplatz. An zweiter Stelle liegen psychische Erkrankungen mit 13 Prozent unverändert hoch.

 

Arbeitgeber stehen zunehmen in der Pflicht

 

Weil die Diagnose häufig Rückenschmerzen lautet, rät die AOK ihren Versicherten zu präventiven Maßnahmen und den Arbeitgebern, ein verstärktes Augenmerk auf die Ergonomie der Arbeitsplätze zu legen. Nützlich seien außerdem Angebote für Sport und regelmäßige Bewegung, meint Karsten Schrankel, bei der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee verantwortlich für die Beratung von Unternehmen im Betrieblichen Gesundheitsmanagement. „Die gesundheitliche Vorsorge am Arbeitsplatz gewinnt zunehmend an Bedeutung. Die Arbeitnehmer werden immer älter. Und durch den sich abzeichnenden Fachkräftemangel ist es für Unternehmen immer wichtiger, die Mitarbeiter möglichst lange gesund zu erhalten“, sagt der Gesundheitsexperte. Die AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee bietet den Firmen, die sich hier engagieren wollen, spezielle Instrumente der Krankenstands-Analyse. Mit deren Hilfe kann die AOK mögliche Krankheits- und Belastungsschwerpunkte ermitteln. Sie gibt damit den Unternehmen nach der Auswertung eine Grundlage, entsprechende Maßnahmen für gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen zu entwickeln.

 

Für AOK-Versicherte mit Rückenproblemen bietet die AOK das „sanfte Rückentraining“ und das AOK-RückenKonzept im AOK-Gesundheits­zentrum in Konstanz an. „Die Teilnahme ist für unsere Versicherten kostenfrei, wenn der Arzt die Notwendigkeit dafür attestiert“, erklärt Schrankel.

 

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