AOK Neckar-Fils: Chronische Niereninsuffizienz nimmt zu

Immer mehr Menschen leiden an einer chronischen Niereninsuffizienz. Darunter ist eine eingeschränkte Funktionsfähigkeit zu verstehen, die bis zum Komplettversagen führen kann. Seit 2014 sind die Behandlungen im jährlichen Durchschnittlich um neun Prozent angestiegen. Im Kreis Esslingen waren laut AOK Neckar-Fils 2018 rund 13.830 Versicherte betroffen. 2014 waren es noch 9.900. Bei den über 85-Jährigen hat fast jeder Dritte eine eingeschränkte Nierenfunktion. Insgesamt litten 21.300 Versicherte der AOK Neckar-Fils (für die Landkreise Esslingen und Göppingen) 2018 an einer Niereninsuffizienz. Aktuell benötigen rund 535 Versicherte der AOK Neckar-Fils (Stand März 2020) eine maschinelle Blutreinigung (Dialyse).

Datum: 21.04.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Esslingen

„Unsere Nieren sind kleine Kraftpakete und reinigen Tag für Tag rund 1.700 Liter Blut von Abfallprodukten. Wenn dieses System geschädigt wird oder gar versagt, wird es lebensbedrohlich“, sagt AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein.

 

Um Patientinnen und Patienten mit chronischer Nierenerkrankung bestmöglich zu unterstützen, hat die AOK Baden-Württemberg mit MEDI Baden-Württemberg und in Zusammenarbeit mit dem Verbund nephrologischer Praxen (VNP) in Baden-Württemberg einen Facharzt-Vertrag geschlossen. Dieser startet zum 1. April. „Er fördert gezielt die umfassende Beratung und Unterstützung der Patienten durch den Nieren-Facharzt, auch Nephrologe genannt, in Abstimmung mit dem Hausarzt. So lassen sich frühzeitig dauerhafte Schädigungen erkennen und Spätfolgen mindern“, sagt Janice Näther, stellvertretende Geschäftsführerin der AOK Neckar-Fils.

 

 Im Vordergrund steht dabei das Vermeiden weiterer nierenbelastender Risiken. „Daher sollten Patienten dringend zum Rauchstopp motiviert werden sowie zu regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung. Gefördert wird auch eine angepasste Arzneimitteltherapie“, so Näther. 

 

 

 

                                   

 

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