AOK nimmt Stellung zur Notarztversorgung in Herrischried - Der Bereichsausschuss organisiert und finanziert

Anders als im Gemeinderat von Herrischried diskutiert, sind nicht die Krankenkassen, sondern der Bereichsausschuss für die Notarztversorgung im Landkreis Waldshut verantwortlich. Das stellt der Stellvertretende Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee, Uwe Daltoe klar.

Datum: 19.04.2018 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Waldshut-Tiengen

Bezugnehmend auf den Bericht aus der Gemeinderatssitzung Herrischried zur Notarztversorgung sieht der Stellvertretende Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee, Uwe Daltoe, Anlass für eine Richtigstellung: „Für Organisation und Finanzierung der Notarztversorgung in Landkreis Waldshut trägt der Bereichsausschuss die Verantwortung und keine Krankenkasse. Die AOK sitzt hier beratend mit am Tisch.“

 

Insofern erwecke die Aussage in der Berichterstattung einen falschen Eindruck. Vielmehr hat das Innenministerium eine landesweite Reform des Rettungsdienstes angeregt, die die AOK Baden-Württemberg befürwortet. Innenminister Thomas Strobl lasse derzeit die Leitstellenstruktur prüfen. Außerdem will er Notfallrettung und Krankentransporte organisatorisch voneinander trennen. „In dem Zusammenhang muss man auch immer wieder darauf hinweisen, dass die Notfallrettung oft durch Bagatellen belastet und missbraucht wird“, mahnt Uwe Daltoe. „Es klemmt sich beispielsweise jemand den Finger in der Tür und ruft dann gleich die 112. Das geht zu Lasten der wirklich dringlichen Fälle.“

 

Bei der Erfüllung der landesweit gültigen Hilfsfristen bildet der Landkreis Waldshut statistisch gesehen das Schlusslicht. „Grund dafür ist die schwierige Topografie am Hochrhein und im Südschwarzwald“, erklärt der AOK-Geschäftsführer. Herrischried ist in der Hinsicht besonders problematisch. Vor diesem Hintergrund hatte der Bereichsausschuss eigens ein Gutachten erstellen lassen. Ergebnis: Mit zusätzlichen Rettungswachen lässt sich das Problem nicht lösen. Hinzu komme die Aufgabenstellung, hierfür auch geeignetes Personal zu finden. Der Bereichsausschuss habe deshalb Verbesserungen im Detail ausgearbeitet und diese gemeinsam im Landratsamt mit einem Mitarbeiter des Innenministeriums diskutiert. „Dabei wurde eine Einigung über die getroffenen Maßnahmen erzielt“, berichtet Uwe Daltoe.

 

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