AOK: Schilddrüsenerkrankungen steigen im Landkreis Rottweil deutlich

Immer mehr Bewohner im Landkreis Rottweil sind wegen einer Erkrankung der Schilddrüse in ärztlicher Behandlung. Das teilt die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg auf Grundlage der Diagnosen ihrer Versicherten mit. Insgesamt 15,8 Prozent der Versicherten waren im Jahr 2013 deswegen in ärztlicher Behandlung. Besonders häufig ist eine Unterfunktion der Schilddrüse. Über 5.300 Personen waren von einer Unterfunktion der Schilddrüsen betroffen, das sind 7,6 Prozent aller Versicherten im Landkreis.

Datum: 26.09.2014 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Rottweil

Die Zahl der Betroffenen steigt kontinuierlich, seit 2007 um 67 Prozent. „Dabei ist von einer hohen Dunkelziffer auszugehen“, erläutert Heidrun Zeller-Thorn, Ernährungsberaterin bei der AOK in Rottweil. „Die Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sind oft so unspezifisch, dass man sie häufig gar nicht als Anzeichen dieser Krankheit erkennt.“ Ein Grund für die Unterfunktion der Schilddrüse könne Jodmangel sein. Betroffene sind meist sehr kälteempfindlich, andauernd müde und klagen über nachlassende Leistungsfähigkeit. Besonders Frauen im gebärfähigen Alter und Schwangere sollten auf eine ausreichende Jodversorgung achten, damit die Entwicklung des Kindes optimal verläuft. „Vielen ist es nicht bekannt, dass eine Schilddrüsenunterfunktion auch die Ursache für Unfruchtbarkeit und dem Nachlassen sexueller Lust sein kann“, so Zeller-Thorn. Gerade junge Frauen, die trotz Kinderwunschs nicht schwanger werden und die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion an sich beobachten, sollten daher die Funktion ihrer Schilddrüse überprüfen lassen. „Vorbeugend sollte man auf eine vollwertige und abwechslungsreiche Ernährung achten, täglich Milch und Milchprodukte verzehren und außerdem darauf achten, dass auch Brot und Backwaren mit Jodsalz hergestellt sind“, empfiehlt die AOK-Ernährungsberaterin.

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