AOK: Sonnenbrand nicht auf die leichte Schulter nehmen – im Jahr rund 50 neue Hautkrebsfälle im Landkreis Tuttlingen

Wer am Wochenende im Freibad zu lange ungeschützt in der Sonne liegt, bekommt ihn: Sonnenbrand. Den sollte man nicht auf die leichte Schulter nehmen, denn jeder Sonnenbrand erhöht das Risiko später einmal an Hautkrebs zu erkranken.

Datum: 17.07.2017 / Kategorie: Gesundheitstipps

Tuttlingen

„Hautkrebs ist oft die Folge von zu intensiver UV-Strahlung, die Erkrankung selbst zeigt sich jedoch häufig erst viele Jahre später“, erklärt Dirk Scherer, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Tuttlingen.

 

Bundesweit erkranken laut Robert-Koch-Institut im Schnitt über 21.000 Menschen neu pro Jahr an einem bösartigen Melanom, auch schwarzer Hautkrebs genannt. Allein im Landkreis Tuttlingen waren im Jahr 2015 deswegen 219 AOK-Versicherte in Behandlung, rund 57 Prozent davon Frauen. Darauf weist die AOK Schwarzwald-Baar-Heuberg hin, bei der rund die Hälfte der Menschen im Landkreis versichert ist. Rund 50 Neuerkrankungen bei AOK-Versicherten kommen jedes Jahr dazu. Dabei kann man Hautkrebs ganz einfach vorbeugen. „Generell sollte man die Haut vor Verbrennungen durch starke Sonneneinstrahlung schützen, ein Sonnenbrand sollte grundsätzlich vermieden werden“, so Scherer. Es solle Sonnencreme mit mindestens Faktor 30 verwendet werden, der gegen UVA- und UVB-Strahlung schützt. Bereits 30 Minuten bevor man in die Sonne geht, müsse man sich eincremen.

 

Die Krankenkassen übernehmen ab dem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre ein so genanntes Hautkrebs­Screening bei einem dafür qualifizierten Haus- oder Hautarzt. Wer am AOK-HausarztProgramm teilnimmt, hat bereits ab 20 Jahren Anspruch auf das Hautkrebs-Screening. Dabei untersucht der Arzt die Haut von Kopf bis Fuß und entnimmt bei Auffälligkeiten eine Gewebeprobe zur weiteren Abklärung. „Vorsorge hilft, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen“, sagt AOK-Präventionsexperte Dirk Scherer. „Wenn er früh erkannt wird, ist Hautkrebs in der Regel heilbar.“

 

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