AOK und Kommunaler Suchtbeauftrager stellen aktuelle Zahlen über Alkoholvergiftungen vor - Rauschtrinken bei Jugendlichen im Landkreis Konstanz deutlich rückläufig

171 Personen aus dem Landkreis Konstanz wurden nach der Statistik der AOK Hochrhein-Bodensee im vergangenen Jahr wegen Alkoholvergiftung in einer Klinik behandelt. Dies sind mehr als im Mittel der Jahre 2007 bis 2012 (151 Personen). Diese Zahlen beziehen sich auf AOK-Versicherte, die in der Region etwa die Hälfte der Einwohner ausmachen.

Datum: 17.12.2014 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Konstanz

Damit weichen die statistischen Zahlen des Landkreises über alle Altersgruppen hinweg betrachtet gegenüber dem Landestrend ab. In ganz Baden-Württemberg ist die Zahl der Einlieferungen in Krankenhäusern nach Alkoholexzessen bei AOK-Versicherten um 7 Prozent gesunken. Auffällig ist, dass weniger Männer mit Alkoholvergiftung in die Kliniken eingeliefert werden. „Insgesamt sagen uns die Zahlen, dass die Alkoholvergiftungen in den Jahren 2010/2011 einen Höchststand hatte und seitdem rückläufig ist“, erklärt Uwe Daltoe, Stellvertretender Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee.

Auch bei jugendlichen Rauschtrinkern bestätigt sich dieser positive Trend. Im Jahr 2013 wurden 133 Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in den Kliniken des Landkreises behandelt. 2012 waren es 139, 2011 147. „Wir haben hier einen deutlichen Rückgang zu verzeichnen“, sagt Johannes Fuchs, Kommunaler Suchtbeauftragter des Landkreises Konstanz. „Dies entspricht zum einen dem landesweiten Trend, ist aber auch auf unsere Präventionsarbeit beständige Präventionsarbeit zurückzuführen.“

Es geht zum einen darum, auf kommunaler und schulischer Ebene für den Jugendschutz und einen verantwortungsbewussten Umgang mit Alkohol zu sensibilisieren, andererseits wird Jugendlichen nach einer Alkoholvergiftung und deren Eltern noch im Krankenhaus Beratung angeboten. „Uns ist es wichtig, die Familien in solch einer Situation zu unterstützen. Viele Jugendliche sind sehr unerfahren und überschätzen sich im Umgang mit Alkohol oder wollen ihre Grenzen austesten“, sagt Fuchs.

Die AOK Baden-Württemberg hat für die stationäre Behandlung der Alkoholisierten im vergangenen Jahr landesweit 6,1 Millionen Euro ausgegeben. Das sind durchschnittlich etwa 855 Euro pro Patient.

Kontakt zur Pressestelle

Cordelia Steffek

Pressesprecherin

E-Mail: presse-aok-hrb@bw.aok.de
Telefon: 07621 419-136
Telefax: 07621 419- 91136
Mobil: 01520 9258069

Am Rheinfels 2
79761 Waldshut-Tiengen