AOK und Kommunaler Suchtbeauftrager unterstützen Theaterstück über Ess-Störungen - „Püppchen“ soll Schüler sensibilisieren

Stühlingen, 8. März – Ess-Störungen standen im Mittel-punkt des Theaterstücks „Püppchen“, mit dem das Ensemble Sakramo 3D vor rund 50 Schülerinnen an der Realschule in Stühlingen gastierte. „Wir haben es dabei inzwischen leider mit einem gesellschaftlichen Phänomen zu tun. Frühe Aufklärung ist dringend nötig“, sagt Peter Schröder, Leiter des AOK-Kundencenters in Tiengen. „Deshalb freuen wir uns, hier mit dem Kommunalen Suchtbeauftragten des Landkreises Waldshut zusammenarbeiten zu können.“ Die Gesundheitskasse und der Landkreis Waldshut unterstützen das Projekt finanziell.

Datum: 08.03.2016 / Kategorie: AOK-Aktionen

Stühlingen

„Mit dem Zwei-Personen-Stück machen die Schauspielerinnen Monika Wieder und Sarah Gros dieses aktuelles Thema anschaulich. Vor allem bei jungen Mädchen wird das immer öfter zum Problem“, erklärt Wilfried Könnecker, Kommunaler Suchtbeauftragter im Landratsamt. In Zusammenarbeit mit der AOK sei das Thema den Schulen im Umkreis angeboten worden, um die Schüler in dieser brisanten Thematik zu sensibilisieren. „Ein Blick in die Statistiken zeigt, dass sich über 50 Prozent der 13- bis 14-jährigen Mädchen zu dick fühlen, dass über 60 Prozent der 15-Jährigen schon eine Diät hinter sich haben und heute sogar schon Zehnjährige über Diäten und das eigene Körpergewicht sprechen“, meint AOK-Gesundheitsexperte Schröder. „Hier läuft also etwas völlig in die falsche Richtung.“

Ess-Störungen wie Anorexie (Magersucht) oder Bulimie (Ess-Brechsucht) sind eine schwere psychische Erkrankung. Besonders in der Pubertät sehen sich junge Menschen ständig veränderten Situationen ausgesetzt: Der Körper verändert sich, auch die Verpflichtungen, Aufgaben und wachsende Erwartungshaltungen tragen zu extremen Stress-Situationen bei. Hinzu können Konflikte in der Familie und im Freundeskreis kommen, bei denen Jugendliche leicht ihr Selbstwertgefühl verlieren. Auch das überzeichnete Medienbild von körperlicher Fitness verstärkt den Druck, vor allem auf die jungen Frauen.

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