AOK untersucht zusammen mit Forsa die Belastung von Berufspendlern - Fast 9.000 Pendler kommen nach Waldshut

Waldshut-Tiengen, 25. Januar – Frühmorgens Stoßstange an Stoßstange auf der B 34 in die Stadt, abends nach Hause das gleiche Spiel: Berufspendler die mit dem Auto zum Arbeitsplatz fahren, brauchen Geduld und Zeit. Aber auch wer mit dem Rad zum Bahnhof fährt und dann mit dem Zug weiter, braucht oft starke Nerven. Kaum auf dem Rad, fängt es an zu regnen, dann hat auch noch der Zug Verspätung – neuerdings durch den Ausfall der Neigetechnik. Trotzdem nimmt die Anzahl der Berufs-pendler zu. Allein nach Waldshut kommen nach Angaben des Statistischen Landesamts jeden Tag rund 8.730 Berufstätige aus den benachbarten Orten. Rund 3.000 Menschen, die in Waldshut-Tiengen wohnen, verlassen die Stadt täglich, um zur Arbeit zu kommen. 2011 waren es noch 10 Prozent weniger.

Datum: 25.01.2016 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Waldshut-Tiengen

Um herauszufinden, wie sich Berufspendler dabei fühlen und ob sie Belastungen durch den Arbeitsweg empfinden, hat die AOK dazu eine Forsa- Umfrage in Auftrag gegeben. Befragt wurden 512 Erwerbstätige ab 18 Jahren in Baden-Württemberg. "Wir wollten herausfinden, wie viel Zeit die Menschen benötigen, um von zuhause an ihren Arbeitsplatz zu gelangen", erklärt Uwe Schreiber, Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee. "Auch wollten wir wissen, ob sich Pendler dadurch belastet fühlen und mit welchen Auswirkungen sie zu kämpfen haben".

Die Mehrheit der Befragten (64 Prozent) ist weniger als 30 Minuten unterwegs, für ein Viertel beträgt die benötigte Zeit 30 Minuten bis eine Stunde. Lediglich 4 Prozent haben einen Arbeitsweg von mehr als einer Stunde. "12 Prozent gaben an, dass sie sich durch ihren Arbeitsweg stark belastet fühlen", berichtet der AOK-Chef. "Rund ein Viertel fühlt sich zumindest schwach belastet". Wiederum 64 Prozent empfinden allerdings ihren Arbeitsweg nicht als Belastung.

Die Befragung zeigt aus Sicht der AOK ganz deutlich: Mit der Länge des Arbeitswegs steigt auch die Belastung. 18 Prozent der Befragten fühlen sich durch den Zeitaufwand in ihrem Freizeitverhalten eingeschränkt. Sie geben an, dass ihnen für Sport oder Hobbys weniger Zeit bleibt. 10 Prozent beklagen, dass Familie und Freunde deswegen oft zu kurz kommen. Dass sie wegen ihres Arbeitsweg-Aufwandes sogar unter körperlichen Beschwerden leiden sagen 5 Prozent. "Diese klagen dann etwa über typische Stresssymptome wie Nervosität, Herzrasen oder Schweißausbrüche", berichtet Schreiber aus der täglichen Praxis. Um mit Auswirkungen von Stress besser umgehen zu können empfiehlt Gesundheitsexperte Uwe Schreiber die Teilnahme an Angeboten zur Stärkung der psychischen Gesundheit und Widerstandsfähigkeit: "Diese können dabei helfen, die innere Balance zu finden und zu halten."

Kontakt zur Pressestelle

Gerhard-Gustav Gottwald

Pressesprecher

E-Mail: presse-aok-hrb@bw.aok.de
Telefon: 07751 878-182
Telefax: 07751 878-91-182
Mobil: 0172 1733651

Am Rheinfels 2
79761 Waldshut-Tiengen