AOK verzeichnet im Jahr 2020 mehr Todesfälle im Alb-Donau-Kreis - Auch im Stadtkreis Ulm sind die Zahlen leicht gestiegen

Im Alb-Donau-Kreis und im Stadtkreis Ulm ist die Zahl der Todesfälle im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Laut einer Auswertung der AOK Baden-Württemberg sind im Landkreis 1053 AOK-Versicherte gestorben und damit 97 mehr als im Jahr 2019. In Ulm gab es mit 482 Todesfällen 18 Verstorbene mehr als 2019.

Datum: 12.05.2021 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Ulm

Beim Blick auf die einzelnen Monate des ersten Pandemie-Jahres ergibt sich ein differenziertes Bild. Im Februar 2020 gab es unter den AOK-Versicherten im Alb-Donau-Kreis die meisten Todesfälle: 103 Menschen sind gestorben. Das sind knapp 30 Prozent oder 24 Todesfälle mehr als im Februar 2019. Während der zweiten Welle der Corona-Pandemie im September 2020 zählte die AOK unter ihren Versicherten 91 Todesfälle. Im Vergleich zum September 2019 ein Plus von 46,8 Prozent. Im Oktober 2020 stiegt die Zahl um 31,1 Prozent – von 74 Todesfällen im Jahr 2019 auf 97 Todesfälle im Jahr 2020. Der November 2020 verzeichnet mit 101 Verstorbenen gegenüber 81 im November 2019 eine Steigerung von 24,7 Prozent. Im Dezember 2020 sind 97 Versicherte – und damit 12,6 Prozent weniger als im Dezember 2019 – gestorben. Im Januar 2021 gab es 108, ein Jahr zuvor 79 Todesfälle. Das entspricht einer Steigerung von 36,7 Prozent.

 

Für den Stadtkreis Ulm ergab sich ein geringfügig anderes Bild. Mit 54 gegenüber 33 Verstorbenen lag dort der Oktober 2020 deutlich über dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Das sind 63,6 Prozent mehr Todesfälle als im Oktober 2019. Im November verzeichnete Ulm mit 41 Sterbefällen gegenüber 35 im November 2019 eine leichte Zunahme von 17,1 Prozent. Der Dezember blieb mit 49 Todesfällen gegenüber 42 im Jahr 2019 ebenfalls eher unauffällig – eine Zunahme von 16,7 Prozent. Im Januar 2020 und 2021 registrierte die AOK jeweils 43 Sterbefälle.

 

Landesweit erhöhten sich die Todeszahlen im November 2020 um 16 Prozent, im Dezember 2020 um 30 Prozent und im Januar 2021 um 22 Prozent. „Ob die erhöhte Sterblichkeit auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist, geht aus den Daten nicht hervor“, sagt Dr. Sabine Schwenk, Geschäftsführerin der AOK Ulm-Biberach. „Krankenkassen erhalten generell keine Informationen über die Todesursache ihrer Versicherten.“

 

Trotz Impfung und besserer Behandlungsmöglichkeiten sei das Risiko, an Covid-19 zu sterben oder durch Long-Covid schwere Schäden davonzutragen, weiter hoch. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, unsere bisherigen Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie zu gefährden“, so Sabine Schwenk. „Damit wir bald wieder zu einem Stück Normalität zurückkehren können, sind alle wir alle gefordert, uns weiterhin an die AHA-Maßnahmen zu halten.“

 

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