AOK verzeichnet im Landkreis Biberach in den Pandemiemonaten mehr Todesfälle

Im Landkreis Biberach ist die Zahl der Todesfälle im Jahr 2020 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken. Laut einer Auswertung der AOK Baden-Württemberg sind 989 AOK-Versicherte gestorben und damit 29 weniger als im Jahr 2019.

Datum: 12.05.2021 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Biberach

Beim Blick auf die einzelnen Monate des ersten Pandemie-Jahres ergibt sich ein differenziertes Bild. Im April 2020, also zu Beginn der ersten Welle, gab es unter den AOK-Versicherten im Landkreis Biberach die meisten Todesfälle: 106 Menschen sind gestorben. Das sind knapp 36 Prozent oder 28 Todesfälle mehr als im April 2019. Während der zweiten Welle der Corona-Pandemie im November 2020 zählte die AOK unter ihren Versicherten 88 Todesfälle. Im Vergleich zum November 2019 ein Plus von 6,0 Prozent. Im Dezember 2020 stiegt die Zahl der Todesfälle um 13,6 Prozent – von 88 Todesfällen im Jahr 2019 auf 100 Todesfälle im Jahr 2020. Der Januar 2021 verzeichnete mit 93 Verstorbenen gegenüber 79 im Januar 2020 eine Steigerung von 17,7 Prozent.

 

Landesweit erhöhten sich die Todeszahlen im November 2020 um 16 Prozent, im Dezember 2020 um 30 Prozent und im Januar 2021 um 22 Prozent. „Ob die erhöhte Sterblichkeit auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist, geht aus den Daten nicht hervor“, sagt Dr. Sabine Schwenk, Geschäftsführerin der AOK Ulm-Biberach. „Krankenkassen erhalten generell keine Informationen über die Todesursache ihrer Versicherten.“

 

Trotz Impfung und besserer Behandlungsmöglichkeiten sei das Risiko, an Covid-19 zu sterben oder durch Long-Covid schwere Schäden davonzutragen, weiter hoch. „Wir dürfen jetzt nicht den Fehler machen, unsere bisherigen Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie zu gefährden“, so Sabine Schwenk. „Damit wir bald wieder zu einem Stück Normalität zurückkehren können, sind alle wir alle gefordert, uns weiterhin an die AHA-Maßnahmen zu halten.“

 

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