AOK warnt: Erkältungs- und Grippesaison startet

Frühzeitige Influenza-Impfung als wichtige Schutzmaßnahme

Datum: 23.09.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Karlsruhe

Mit dem Beginn der kalten Jahreszeit steigen auch die Zahlen der Erkältungskrankheiten. Dazu zählt sowohl der normalerweise harmlose grippale Infekt, als auch die Influenza (Grippe), die in der Regel einen deutlich schwereren Verlauf nimmt. Der Anstieg der Erkältungskrankheiten im Winter ist auf die schlechtere Luft in Innenräumen zurückzuführen, da diese die Schleimhäute austrocknet, die somit anfälliger für Viren und Bakterien werden.

 

Erkältungsviren verbreiten sich vor allem über Tröpfchen: Beim Niesen oder Husten werden viele winzige virushaltige Tröpfchen in die Luft versprüht, die sich unter anderem auch auf Türklinken, Computer-Tastaturen oder U-Bahn-Haltegriffen ablagern können. Beim Anfassen gelangen die Viren an die Hände und von dort leicht weiter an Nase oder Mund. „Ebenso wie für das Corona-Virus gelten für herkömmliche Erkältungskrankheiten die Regeln: regelmäßiges Lüften, Abstand halten, ausgiebiges Händewaschen und eine Alltagsmaske tragen“, weiß Harald Röcker, Geschäftsführer der AOK Mittlerer Oberrhein.

 

Gerade während Corona-Pandemie wichtig

 

Die Grippe- und Erkältungszahlen einzudämmen, ist in diesem Herbst und Winter von großer Bedeutung. „Wenn die Grippewelle mit einer zweiten Covid19-Welle zusammentrifft, droht eine massive Überlastung des Gesundheitssystems“, so Harald Röcker. Das würde bedeuten: noch mehr Testungen, belegte Krankenhausbetten und Intensivstationen sowie einen Anstieg an Personen in Quarantäne. Trotzdem mahnt Röcker: „Auch Personen, die momentan aufgrund der Corona-Pandemie Arztbesuche meiden, sollten sich bei Grippe-Symptomen in Behandlung begeben.“

 

Jetzt Termin für Grippeschutzimpfung machen

 

Ein wichtiges Hilfsmittel, um der Influenzawelle frühzeitig entgegenzuwirken, ist die Grippeschutzimpfung. „Vor allem gefährdete Personen sollten gegen die Grippe geimpft werden, da diese bei Risikogruppen einen schweren Verlauf nehmen kann“, so Harald Röcker. Bisher ist die Impfquote allerdings völlig unzureichend: In der Altersgruppe ab 60 Jahren liegt die Impfquote bei gerade mal 35 Prozent. Auch bei Personen mit chronischen Grunderkrankungen haben sich bislang nur 20 bis 50 Prozent immunisieren lassen. Für Pflegepersonal, Ärzte und Bewohner von Alten- und Pflegeheimen ist die Impfung ebenfalls sinnvoll. „Die Kosten der Grippeschutzimpfung für die genannten Gruppen tragen selbstverständlich die Gesetzlichen Krankenversicherungen“, erklärt Harald Röcker.

 

Die Lage in der Region

 

In Baden-Württemberg haben sich im Jahr 2018 insgesamt 1.393.593 AOK-Versicherte wegen Erkältungskrankheiten ärztlich behandeln lassen. In der Region Mittlerer Oberrhein waren es 101.941 Versicherte. Kleine Kinder sind am stärksten betroffen: Sie erkranken doppelt so häufig wie Erwachsene. Da nicht jeder, der an einem grippalen Infekt erkrankt, einen Arzt aufsucht, liegt die Dunkelziffer deutlich höher. Auch im Fehlzeiten-Report der AOK Mittlerer Oberrhein des ersten Halbjahres 2020 zeigt sich die Tragweite von Erkältungskrankheiten: Mit 26,4 Prozent machen Atemwegserkrankungen den höchsten Anteil an Arbeitsunfähigkeitsfällen aus.

 

((Foto: bitte als Quellenangabe „AOK-Mediendienst“ angeben.))

 

Kontakt zur Pressestelle

Nina Weber

Pressesprecherin

E-Mail: nina.weber-kunt@bw.aok.de
Telefon: 0721 3711-112
Telefax: 0721 371191-109

Kriegsstraße 41
76133 Karlsruhe