AOK warnt vor Erkältungen - Risiko bei kaltem Wetter steigt - Händewaschen ist der beste Schutz – Bei Schmerzen besser zum Arzt gehen

Nach dem warmen Herbst sollen jetzt die ersten Wintertage kommen. „Bei dem kalten Schmuddel-Wetter steigt die Gefahr einer akuten Infektionen der oberen Atemwege“, warnt Rüdiger Both, Leiter des AOK-Gesundheitszentrums in Konstanz und weist auf das vergangene Jahr hin: „Im ersten Quartal 2013, also von Januar bis März, waren ungefähr zweieinhalb Mal mehr Versicherte betroffen als im dritten Quartal, von Juli bis September.“

Datum: 01.12.2014 / Kategorie: Gesundheitstipps

Konstanz

Nach Untersuchungen der AOK seien im Landkreis Konstanz im vergangenen Jahr 16.625 AOK-Versicherte wegen Infektionen der oberen Atemwege in ambulanter oder stationärer Behandlung gewesen. „Das sind fast 2.500 Fälle mehr als in den Vorjahren“, rechnet Both vor. Insgesamt jeder Dritte war im vergangenen Jahr mindestens einmal erkältet!“ Im Jahr 2012 sei lediglich etwa jeder vierte Versicherte betroffen gewesen.

Zur Gruppe der akuten Infektionen der oberen Atemwege gehören unter anderem Erkältungsschnupfen, akute Nasennebenhöhlenentzündungen, akute Entzündungen des Halses oder Rachens, akute Mandelentzündung, akute Entzündung von Kehlkopf oder Luftröhre und der bekannte sogenannte ‚Grippale Infekt‘. „Die tatsächliche Häufigkeit der Krankheiten dürfte höher sein“, vermutet Rüdiger Both. „Denn erfasst werden von uns nur Versicherte, die wegen ihrer Erkrankung auch tatsächlich zum Arzt gehen.“ Der Schwerpunkt der Erkrankungen liege bei Kindern und Jugendlichen. Mit zunehmendem Alter nehme die Anfälligkeit ab.

„Zur Vermeidung eines durch Schnupfenviren ausgelösten Erkältungsschnupfens ist es ratsam, sich nach einem engen Kontakt mit verschnupften Menschen die Hände zu waschen, ausreichend zu trinken, viel frisches Obst und Gemüse zu essen und sich regelmäßig an der frischen Luft zu bewegen“, rät Both. Zu den häufigsten Virenüberträgern gehören Türklinken und Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln. Diese sollten nach Möglichkeit nicht mit der Fingerspitze berührt werden, weil man sich damit häufig ins Gesicht fasst und dadurch die Viren überträgt.

„Wenn Schmerzen bei der Atmung auftreten, sollten Betroffene auf jeden Fall zum Arzt gehen“, warnt Both. „Er kann dann abschätzen, ob es sich nicht vielleicht sogar um eine Lungenentzündung handelt.“ Auch wer über plötzlich sehr hohes Fieber mit über 40,5 Grad Celsius oder über Fieber klage, das länger als einen Tag anhält, solle zum Arzt gehen.

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