AOK weist auf Alkoholmissbrauch im Landkreis Lörrach hin – Langfristig steigende Zahlen

Lörrach, 3. Juni – 130 Fälle von alkoholbedingten stationären Behandlungen hat die AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee vergangenes Jahr im Landkreis Lörrach gezählt. Dabei waren mehr als doppelt so viele Männer betroffen wie Frauen.

Datum: 03.06.2016 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Lörrach

„Im gesamten letzten Jahr wurden 99 männliche Personen aller Altersgruppen stationär wegen akuter Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus aufgenommen“, sagt Uwe Schreiber, Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion. Das sind deutlich mehr Fälle als 2014 mit 76 und 2013 mit 71 Fällen. Auch die Kurve der Krankenhauseinlieferung von alkoholisierten Frauen steigt an – von 30 Fällen in 2007 auf 41 Fälle im vergangenen Jahr. Diese kleinräumige Statistik für den Landkreis Lörrach entspricht dem bundesweiten Trend.

Erfreulich ist, dass laut AOK bei Jugendlichen weiterhin relativ wenige Alkoholvergiftungen auftreten. 26 AOK-Versicherte zwischen 15 und 19 Jahren mussten 2015 stationär behandelt werden – davon 12 männlich und14 weiblich. 2014 waren es 28 Fälle. „In diesem Alter ist ein Alkoholrausch besonders schädlich“, erklärt Uwe Schreiber. „In jungen Jahren kann der Alkohol nur sehr langsam abgebaut werden. Daher führen bereits geringe Mengen zu schweren Schädigungen und Vergiftungen.“ Für Schreiber ist deshalb jeder Fall einer zu viel: „Wir sollten weiterhin in unseren Präventionsmaßnahmen nicht nachlassen.“

Die AOK Hochrhein-Bodensee unterstützt die Arbeit der kommuna-len Suchtberatung im Landkreis. Zusätzlich berät der Soziale Dienst der AOK präventiv bei Gefahr von Alkoholmissbrauch.

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