Armin Schuster (MdB) im gesundheitspolitischen Dialog mit der AOK - VERAHs als Chance für den ländlichen Raum

Lörrach, 1. September – Zum gesundheitspolitischen Dialog hat sich jetzt der Bundestagsabgeordnete Armin Schuster mit den Geschäftsführern der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee, Uwe Schreiber und Uwe Daltoe, getroffen. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Hausarzt-zentrierte Versorgung (HZV) sowie die Vor- und Nachteile der elektronischen Gesundheitskarte für Flüchtlinge.

Datum: 01.09.2016 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Lörrach

Die AOK Baden-Württemberg habe der Landesregierung bereits zu Jahresanfang ein Konzept zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte vorgelegt. „Wir sind also bereit, unseren Beitrag für eine professionelle und an den Menschen orientierte Gesundheitsversorgung zu leisten“, sagte AOK-Chef Uwe Schreiber. Der CDU-Obmann im Innenausschuss Schuster warnte allerdings davor, falsche Erwartungen zu wecken. Flüchtlinge haben in Deutschland Anspruch auf die Behandlung von Akutkrankheiten. Die Gesundheitskarte könne vollen Versicherungsanspruch suggerieren und so von kriminellen Schleppern als Werbeinstrument genutzt werden.

Erfolgsmodell Hausarzt-zentrierte Versorgung

Lobende Worte fand der Abgeordnete zur Hausarzt-zentrierten Versorgung und den nachgewiesen positiven Auswirkungen. „Wir müssen ganz besonders im ländlichen Raum die Position von Haus- und Fachärzten stärken, um dem drohenden Ärztemangel entgegen zu wirken“, sagte Armin Schuster. „Wenn die AOK hier eine alternative Versorgungsstruktur auf die Beine stellt, können sowohl die Versicherten als auch die teilnehmenden Ärzte davon profitieren.“ Gemeinsam mit dem Hausärzteverband und dem MEDI-Verbund richtet die AOK Baden-Württemberg seit 2009 dieses Angebot an Haus- und Fachärzte. Bisher nehmen 1,4 Millionen Versicherte und landesweit rund 4.000 Haus- und Kinderärzte an der HZV teil.

Besonders interessant fand der CDU-Politiker das Konzept der Versorgungsassistentin für Hausärzte. Die VERAHs tragen nach einer Zusatz-Qualifizierung mit Hausbesuchen und Maßnahmen der ärztlichen Grundversorgung zu einer Entlastung der Hausärzte bei. Schuster kündigte an, in Kürze eine Hausarztpraxis mit VERAH zu besuchen und sich einen persönlichen Eindruck zu verschaffen.

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