Arzneimittelrabattverträge - jetzt zwei neue Verträge gestartet - AOK Baden-Württemberg entlastet Versicherte um 32 Millionen Euro

Durch Arzneimittelrabattverträge hat die AOK Baden-Württemberg im vergangenen Jahr knapp 207 Millionen Euro bei ihren Ausgaben einsparen können. „Diese Einsparungen tragen wesentlich zum erwarteten Rechnungsergebnis 2015 der AOK Baden-Württemberg mit einem Plus von 147 Millionen Euro bei. Wir können damit nicht nur die diesjährige Ausgabensteigerung abfedern, sondern auch weiterhin in den Ausbau der Versorgungsstrukturen investieren“, so Roland Beierl, Geschäftsführer der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben.

Datum: 12.04.2016 / Kategorie: AOK-Arzneimittelrabattverträge

Region Bodensee-Oberschwaben

Von den Einsparungen gibt die AOK einen gehörigen Teil durch Zuzahlungsbefreiungen an Versicherte zurück, die in der alternativen Regelversorgung der Hausarzt- und der Facharztverträge eingeschrieben sind. Roland Beierl: „Diese Entlastung für unsere Versicherten machte vergangenes Jahr insgesamt 32 Millionen Euro in Baden-Württemberg aus“.

Zwei neue Vertragstranchen schließen an die Ende März ausgelaufenen Verträge der Tranche „AOK XII“ aus dem Jahr 2014 an. „AOK XV“ und „AOK XVI“ haben eine Laufzeit von jeweils zwei Jahren und beinhalten Verträge über zusammen 106 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen. „Bei den beiden neuen Verträgen sind auch wieder neue Wirkstoffe hinzugekommen, die zwischenzeitlich patentfrei geworden sind und zu denen lebhafter Wettbewerb besteht. Dazu gehören zum Beispiel das Neuroleptikum Aripiprazol und das Herzmedikament Eplerenon“, sagt AOK-Geschäftsführer Roland Beierl.

Die zum 1. April 2016 startenden Rabattverträge:

AOK XV:

• Laufzeit: 1. April 2016 bis 31. März 2018

• Verträge über 103 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen in 105 Fachlosen (19 im Mehrpartnermodell vergeben)

• 45 Pharmaunternehmen/Bietergemeinschaften

• AOK-Umsatzvolumen: 1,9 Milliarden Euro

AOK XVI:

• Laufzeit: 1. April 2016 bis 31. März 2018

• Verträge über drei Wirkstoffe (alle im Mehrpartnermodell vergeben)

• 10 Pharmaunternehmen/Bietergemeinschaften

• AOK-Umsatzvolumen: 150 Millionen Euro

Ergänzende Hinweise für die Redaktionen:

Die Rabattverträge für patentfreie Arzneimittel ermöglichen Einsparungen ohne Verlust an Qualität in der Arzneimittelversorgung. Das eingesparte Geld steht zum Beispiel für innovative Versorgungsformen zur Verfügung. Die Rabattverträge haben den Wettbewerb im Bereich des Generikamarktes deutlich in Schwung gebracht. Die laufenden AOK-Verträge decken rund zwei Drittel dieses Marktes ab. Sie umfassen alle markt- und ausgabenrelevanten Wirkstoffe. Aktuell laufen Verträge für 276 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen mit einem jährlichen AOK-Umsatzvolumen von insgesamt rund fünf Milliarden Euro (Stand April 2016).

Mehr Informationen online unter aok-rabattvertraege.de.

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Thomas Müller

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