Blitze im Kopf, Aura vor dem Auge - Diagnose Migräne

AOK Ostwürttemberg verzeichnet fast ein Drittel mehr Migräne-Patienten als vor sechs Jahren. Die Gesundheitskasse empfiehlt für mehr Entspannungsmomente und mehr Schlaf zu sorgen und den Stress und die Reizüberflutung zu verringern.

Datum: 11.02.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Aalen, Schwäbisch Gmünd

Migräne wird immer mehr zur Massenkrankheit. In Ostwürttemberg verzeichnet die AOK ein starkes Wachstum bei Patienten, die wegen heftiger Kopfschmerz-Attacken in medizinischer Behandlung sind. 5667 AOK-Versicherte waren 2013 von solchen Schmerzen betroffen.

Die Zahl der Migränepatienten stieg in den letzten sechs Jahren kontinuierlich an: im Ostalbkreis sind 2013 3324 Versicherte medizinisch behandelt worden, 2007 waren es nur 2740 Personen – eine Steigerung um 21,3 Prozent. Ein ähnliches Bild ist auch im Landkreis Heidenheim zu finden. Hier liegt die Steigerungsrate sogar bei 27 Prozent. Waren es 2007 nur 1528, stieg die Zahl bis Ende 2013 auf 1941 Betroffene.

Die tatsächlichen Zahlen dürften viel höher liegen, denn berücksichtigt werden konnten nur an Migräne Leidende, die ihren Arzt aufgesucht haben, so die Gesundheitskasse.

Die Erkrankung ist eine eher weibliche; vier von fünf Betroffenen sind Frauen. Männer holen jedoch auf: Die Zahl der männlichen Patienten ging im regionalen Schnitt gar um mehr als 30 Prozent nach oben. Das Verhältnis von an Migräne leidenden Frauen zu Männern liegt nun bei etwa vier zu eins.

Die meisten Patienten gibt es in den Altersgruppen 20 bis 24 sowie zwischen 35 und 54 Jahren, dazwischen sieht man einen deutlichen Abfall. Im Alter sinkt die Zahl stark ab.

Die Gründe für diese starke Zunahme von Migräne-Patienten sind unklar, denn die Ursachen der Krankheit konnten bisher nicht eindeutig geklärt werden. Auslöser ist eine Übererregung der Nervenzellen, was eine Überaktivität des Gehirns zur Folge hat. Bei einer Migräne verengen sich die Gefäße im Gehirn. Symptome sind neben den Kopfschmerz-Attacken Licht- und Lärmempfindlichkeit und Übelkeit.

„Unregelmäßiger Schlaf, zu viel Stress, starke Reizüberflutung und mangelnde Flüssigkeitsaufnahme können bei Betroffenen Migräne auslösen“, erklärt Guido Deis, Leiter der Gesundheitsförderung bei der AOK Ostwürttemberg. „Wer einen anstrengenden Tag am Computerbildschirm im Büro hatte, sollte abends sein Gehirn entspannen lassen. Fernsehen oder mit dem Tablet im Internet surfen sind eher kontraproduktive Tätigkeiten und belasten das Hirn zusätzlich.“

Der AOK-Gesundheitsexperte empfiehlt: „Regelmäßiges Bewegen in der frischen Luft, Entspannungsübungen sowie eine gesunde Lebensweise können eine Migräne-Attacke vorbeugen.“

Um zu lernen, mit Stress besser umzugehen und Augenblicke der Entspannung zu schaffen, bietet die AOK Ostwürttemberg verschiedene Gesundheitskurse in der Region an, etwa „Lebe Balance“, ein Kurs zur Stärkung der seelischen Abwehrkräfte. Informationen dazu, gibt es in jedem AOK KundenCenter.

Doch jeder der an Migräne leidet, sollte sich immer auch mit seinem Arzt über geeignete Präventions- und Behandlungsmaßnahmen unterhalten, weißt AOK-Mann Guido Deis hin. „Sinnvoll ist es, vor dem Arzttermin ein Schmerztagebuch zu führen, indem man die auslösenden Faktoren und die Art des Anfalls festhält.“

Vertiefende Informationen über die Krankheit Migräne finden Sie auf dem AOK Gesundheitsportal im Internet. Hier können Sie gerne Textbausteine für Ihre redaktionellen Zweck nutzen, bitte aber mit der Quellenangabe AOK.

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