Bluthochdruck im Landkreis weit verbreitet

AOK Ludwigsburg-Rems-Murr legt aktuelle Zahlen vor. Gesunde Ernährung und Bewegung wirken sich positiv aus

Datum: 09.06.2015 / Kategorie: Sonstiges

Ludwigsburg

Im Landkreis Ludwigsburg leiden knapp 27 Prozent der AOK-Versicherten unter Bluthochdruck. Das zeigen Auswertungen der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. Im Jahr 2013 ließen sich in der Region rund 47.800 AOK-Versicherte aufgrund von Bluthochdruck medizinisch behandeln.

Die Anzahl der unter Bluthochdruck leidenden Personen steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Jeder Zweite über 65 Jahren ist betroffen. Unter den 75 bis 79-Jährigen ist die Krankheit am meisten verbreitet. In den Jahren 2007 bis 2013 ist der Anteil der Erkrankten in Ludwigsburg um durchschnittlich 1,9 Prozent pro Jahr gestiegen. Während der Zuwachs bei den Frauen bei 1,3 Prozent lag, betrug er bei den Männern 2,6 Prozent.

Bei Bluthochdruck ist der Druck in den Gefäßen erhöht, damit steigt unter anderem das Risiko für einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall. Anzeichen für Bluthochdruck können Allgemeinbeschwerden wie Schwindel, Kopfschmerzen oder Kurzatmigkeit sein. Häufig wird ein hoher Blutdruck nur zufällig entdeckt. Daher ist es sinnvoll, den Blutdruck regelmäßig checken zu lassen und mit dem Arzt weitere Maßnahmen wie die Einnahme von Medikamenten zu besprechen.

„Vorbeugend wirkt vor allem eine gesunde Lebensweise, auch bestehender Bluthochdruck kann so positiv beeinflusst werden“, sagt Elke Walther, Ernährungsexpertin bei der AOK Ludwigsburg-Rems-Murr. „Stress, Alkohol und Nikotin sollten vermieden werden. Zudem ist die richtige Ernährung ein entscheidender Faktor“, so Walther.

Sie empfiehlt, täglich fünf Portionen Gemüse und Obst zu essen. Ausreichend Flüssigkeit, circa 1,5 bis 2 Liter Wasser, Kräuter- oder Früchtetee am Tag, ist ebenfalls wichtig. Mineralwasser sollte einen geringen Natriumgehalt, am besten weniger als 20 mg pro Liter, aufweisen. Auch bei Fertiggetränken lohnt ein Blick auf das Etikett.

„Bluthochdruckpatienten sollten zudem auf ihren Salzverzehr achten“, so Walther. „Bei vielen sinken die Blutdruckwerte durch eine Einschränkung des Konsums von Kochsalz.“ Sie empfiehlt stattdessen mehr Kräuter und Gewürze zu nutzen. Vorsicht ist beispielsweise bei Chips, gesalzenen Nüssen, Fertiggerichten, Konserven, Räucherfisch oder geräucherten Fleisch- und Wurstwaren geboten, da in diesen Produkten sehr viel Salz steckt. Bluthochdruckpatienten greifen besser zu frischen Zutaten, fettarmen Wurstsorten wie Sülze oder Geflügelwurst und frischem Fisch.

Auch Übergewicht belastet den Blutdruck. „Schon eine Reduktion des Körpergewichts um wenige Kilo führt oftmals zu einer Senkung des Blutdrucks“, weiß Walther. Sie empfiehlt keine Diät, sondern eine langfristige Umstellung der Ess- und Lebensgewohnheiten. Ein weiterer wichtiger Faktor ist regelmäßige Bewegung. Wer dreimal in der Woche 45 Minuten Sport macht, tut seiner Gesundheit und seinem Blutdruck etwas Gutes. Geeignete Sportarten sind beispielsweise Schwimmen, Radfahren oder Jogging. Wer bislang sportlich nicht aktiv war, sollte mit geringen Belastungen beginnen. Wer zudem über 60 Jahre alt ist oder an weiteren Krankheiten leidet, sollte sein Sportprogramm vorab mit seinem Arzt besprechen.

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