Chefärzte an der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen für zweite Beurteilung gewonnen

Prof. Dr. med. Rainer Isenmann, PD Dr. med. Peter Jung und Dr. med. Lothar Reinhold, Chefärzte der Chirurgischen und Urologischen Fachabteilung an der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen ergänzen den landesweiten Spezialisten-Pool der AOK Baden-Württemberg.

Datum: 18.09.2015 / Kategorie: Versorgung in Baden-Württemberg

Ellwangen

Muss ich mich einer Operation unterziehen? Ist die vorgeschlagene Therapie die richtige für mich? Gibt es eine Alternative? Diese Fragen stellen sich oft Menschen, bei denen eine lebensverändernde Diagnose festgestellt wird. Viele wünschen sich eine zweite neutrale ärztliche Meinung durch einen weiteren Spezialisten, bevor sie ihre Entscheidung treffen. Das ermöglicht die AOK Baden-Württemberg Ihren Versicherten seit nunmehr 7 Jahren.

Mit den drei Ärzten Isenmann, Jung und Reinhold aus der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen konnte die AOK Baden-Württemberg nicht nur ihren landesweiten Spezialisten-Pool kompetent erweitern, sondern durch den Standort Ellwangen auch eine Lücke bei der regionalen Verteilung der zweitdiagnostizierenden Ärzte schließen.

„Wir freuen uns, dass wir nun auch hochkompetente Ärzte aus der St. Anna-Virngrund-Klinik haben die unser Angebot der strukturierten ärztlichen Zweitmeinung unterstützen. Dafür sind wir Klinikdirektor Thomas Schneider sehr dankbar“, betont Josef Bühler, Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg. „Dies bestätigt auch den guten Ruf der Kliniken des Ostalbkreises und strahlt über die Region hinaus.“

Prof. Dr. med. Rainer Isenmann, Chefarzt der Abteilung für Allgemein- und Visceralchirurgie und Leiter des Zentrum kolorektale Chirurgie an der St. Anna-Virngrund-Klinik Ellwangen, wird seine Expertise und Erfahrung bei der Zweitmeinung im Bereich der Onkologie und speziell bei Tumorerkrankungen im Darmtrakt einbringen.

„In unserem Zentrum kolorektale Chirurgie sind wir auf die Behandlung von gutartigen und bösartigen Erkrankungen am Darm spezialisiert. Hierbei erstellen wir eine auf den Patienten individuell zugeschnittene Behandlungsstrategie und beraten dabei nach neuesten Gesichtspunkten unter Einbezug schonender Therapien“, erläutert Prof. Dr. Rainer Isenmann. „Wir sind stolz, dass wir unsere Erfahrung und Expertise einbringen können.“

Ebenfalls neu im Spezialisten-Pool der AOK Baden-Württemberg ist Privat-Dozent Dr. med. Peter Jung, Chefarzt der Abteilung für Urologie. Die Urologie bildet einen medizinischen Schwerpunkt in Ellwangen ab.

„Wir versorgen als einzige urologische Hauptabteilung im Ostalbkreis jedes Jahr rund 1.400 stationäre Patientinnen und Patienten aus allen Bereichen der Urologie, beispielsweise Prostataerkrankungen, Tumoren an der Blase oder Niere. Auch bei Harninkontinenz helfen wir weiter“, sagt PD Dr. Peter Jung. „Durch die hohe Anzahl an Behandlungen und dem hohen Qualitätsstandard hat die Urologie in Ellwangen einen guten Namen über Kreis- und Landesgrenzen hinaus.“

Mit Dr. med. Lothar Reinhold, Chefarzt der Abteilung für Orthopädie und Unfallchirurgie, gleichzeitig Leiter des EndoProthetikZentrums an der St. Anna-Virngrund-Klinik, gibt es nun in der Region Ostwürttemberg auch einen Orthopäden für das AOK-Angebot der Ärztlichen Zweitmeinung“.

„Wir versorgen in der Orthopädie im Jahr rund 4.300 ambulante und stationäre Patienten. Bei ca. 1.300 wird operiert. Ein Gelenkersatz an Knien und Hüften ist jährlich bei zirka 190 Patienten notwendig“, berichtet Dr. Lothar Reinhold. „Die Aufgabe im Rahmen der strukturierten ärztlichen Zweitmeinung als Spezialist tätig zu werden reizt mich sehr. Ich bin gespannt welche interessanten medizinischen Fälle ich beurteilen darf.“

Thomas Schneider, Krankenhausdirektor der St. Anna-Virngrund-Klinik, sieht durch die Teilnahme der hochkompetenten Chefärzte eine Bestätigung und eine Chance die medizinische Fachkompetenz der Ellwanger Klinik über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus noch bekannter zu machen. Schneider ist stolz auf seine Chefärzte: „Wir freuen uns sehr darüber, dass die Herren Prof. Dr. Rainer Isenmann, PD Dr. Peter Jung und Dr. Lothar Reinhold, ausgewählt wurden für die Zweitmeinung der AOK Baden-Württemberg tätig zu werden.“

Das Einholen der ärztlichen Zweitmeinung erfolgt ausschließlich auf Wunsch des AOK-Versicherten. Ein Ärzteteam bei der AOK prüft jeden einzelnen Fall und vereinbart im Bedarfsfalle innerhalb von 8 Tagen einen Termin mit einem der Spezialisten.

Mehr als 7.000 Zweitmeinungs-Anfragen sind seit Einführung im Jahr 2009 bei der AOK Baden-Württemberg eingegangen. „Dieses Angebot wird von unseren Versicherten sehr geschätzt. Es ist für sie ein beruhigendes Gefühl, zeitnah Unterstützung bei lebensverändernden Diagnosen zu erhalten“, sagt Josef Bühler. „Wir sind daher sehr froh, unseren Versicherten aus der Region, aber auch aus den angrenzenden Landkreisen so erfahrene Fachärzte ortsnah für eine Zweitmeinung anbieten zu können.“

Jede dritte Zweitmeinungsanfrage in der Vergangenheit führte zu einer Vorstellung bei einem Zweitmeinungs-Experten. Durchschnittlich erhalten in der Orthopädie 47 Prozent der Patientinnen und Patienten von den Zweitmeinungsexperten ergänzende oder alternative Therapievorschläge – im Bereich der Krebsbehandlung sind es sogar 50 Prozent.

„Befragungen zeigen, dass über 95 Prozent der betroffenen AOK-Versicherten mit unserem Angebot der strukturierten ärztlichen Zweitmeinung sehr zufrieden sind“, sagt Josef Bühler. „Durch die enge Einbindung des erstdiagnostizierenden Arztes ist die Zusammenarbeit und Abstimmung zwischen den Ärzten auch als sehr gut zu bewerten.“

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