Depression: Dunkle Gefühle

Zwischen Realität und Kinofilm: Die Selbsthilfekontaktstelle der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben zeigt großes Kino

Datum: 27.04.2018 / Kategorie: AOK-Aktionen

Bodensee-Oberschwaben

 

 

Verändert sich jemand, zieht sich völlig zurück und erlebt sein Leben als sinnlos, könnten dies erste Anzeichen für eine Depression sein. Eine Depression kann jeden treffen: Junge und Alte. Tobias Nestle ist Diplom-Sozialpädagoge und hilft Betroffenen in dieser schweren Lebenssituation.

 

Permanente Erschöpfung, Selbstvorwürfe, Hoffnungslosigkeit, innere Unruhe, Schlaf- und Appetitlosigkeit oder die Unfähigkeit Freude zu empfinden, so beschreibt Tobias Nestle von der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben die Symptome einer Depression. Selten gibt es nur eine Ursache für die Erkrankung. Es ist ein komplexes Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Neurobiologie und psychosozialen Faktoren. Oft ist es schwierig die ersten Anzeichen rechtzeitig zu erkennen.

 

Zwischen Schmerzen oder chronischen Erkrankungen und einer Depression kann eine Wechselwirkung bestehen: Studien zeigen, dass Menschen mit chronischen Schmerzen leichter in eine Depression gleiten können. Andererseits kann eine bestehende Depression auch das Schmerzempfinden bestärken. Hinzu kommt: „Mit zunehmendem Alter redet man weniger über die eigenen Gefühle, denn eine Depression ist oft ein Tabuthema“, so Tobias Nestle.

 

Abgrenzen von der Depression muss man depressive Verstimmungen. Das sind zeitlich begrenzte Stimmungstiefs, die jeder einmal haben kann. Doch die Grenzen sind fließend: Eine depressive Verstimmung kann sich zu einer Depression ausweiten. Genau wie der Zustand großer Erschöpfung – Burnout. „Scham ist unangebracht, denn eine Depression ist eine ernste Erkrankung“, betont der Diplom-Sozialpädagoge Tobias Nestle. Wird sie diagnostiziert, kann eine Depression in der Regel gut behandelt werden.

 

Die Selbsthilfekontaktstelle der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben veranstaltet in Kooperation mit den Selbsthilfegruppen der Region und den Kinos in Überlingen, Bad Saulgau und in Weingarten eine Kinoreihe zu gesundheitlichen Themen. Mit dem Film Helen startet die Kinoreihe, um auf die Erkrankung Depression aufmerksam zu machen: Musikprofessorin Helen scheint in ihrem Leben nichts zu fehlen. Sie hat einen liebenden Mann, eine aufgeweckte Tochter, Freunde und lebt im Wohlstand. Doch die von Studenten und Kollegen geschätzte Frau gerät in eine schwere Depression. Ihr Umfeld, selbst ihr Mann David, merkt davon zu Anfang nichts.

 

Montag, 7. Mai 2018, Kino Bad Saulgau

 

Dienstag, 8. Mai 2018, Cine-Greth Überlingen

 

Mittwoch, 9. Mai 2018, Kulturzentrum Linse Weingarten

 

Einfach vorbeikommen. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Fragen beantwortet Tobias Nestle unter Telefon 07522 982-148.

 

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Thomas Müller

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