Deutlicher Rückgang bei Brustkrebs-Neuerkrankungen in Hohenlohe

Hohenlohe. Brustkrebs ist mit 30,5 Prozent die häufigste Krebserkrankung bei Frauen der industrialisierten Welt. Derzeit erkrankt eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Jüngere Frauen sind nur selten betroffen, erst ab dem 40. und besonders ab dem 50. Lebensjahr erhöht sich das Risiko. In Deutschland gibt es rund 69.000 Neuerkrankungen pro Jahr. In der Region Heilbronn-Franken wurde das Mammakarzinom im Jahr 2018 bei 392 und im Hohenlohekreis bei 138 Frauen neu diagnostiziert. Etwa ein Viertel der Patientinnen verstirbt daran.

Datum: 27.11.2019 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Hohenlohekreis

Die Zahl der Sterbefälle sinkt bundesweit seit einigen Jahren. Das Mammakarzinom ist heute erfolgreicher behandelbar als früher – mit gezielteren und oft weniger belastenden Methoden. Im Hohenlohekreis verringerte sich die Erkrankungsrate von 2014 bis 2018 jedes Jahr um durchschnittlich 10,7 Prozent, wie die AOK Heilbronn-Franken in einer aktuellen Studie festgestellt hat. Dies ist gegenüber einem durchschnittlichen Rückgang von 4,8 Prozent im Land bemerkenswert.

 

Entscheidend für den Behandlungserfolg ist die Früherkennung. AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein: „Wird er in einem frühen Stadium diagnostiziert, verbessern sich die Heilungschancen erheblich. Die regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen bei Frauenärzten leisten dazu einen wichtigen Beitrag und werden von der AOK in vollem Umfang bezahlt“. Ab einem Alter von 30 Jahren tastet der Gynäkologe einmal jährlich Brust und Achselhöhlen ab und achtet auf Veränderungen. Von 50 bis 69 Jahren erhalten Frauen alle zwei Jahre eine Einladung zum Mammographie-Screening in einer zertifizierten Einrichtung.

 

Wenn eine Brustkrebserkrankung auftritt, benötigen die Betroffenen umfassende persönliche Unterstützung und Informationen. Dafür stehen den Patientinnen bei der AOK Heilbronn-Franken spezielle Brustkrebsberaterinnen zur Seite. Diese haben neben ihrer Grundqualifikation als staatlich anerkannte Sozialpädagogin die Zusatzqualifikation als Psychoonkologin absolviert.

 

Für den Hohenlohekreis ist dies Martina Heiner-Wieber, Telefon: 0791 757-216, E-Mail: martina.wieber@bw.aok.de. Sie bietet Hilfe bei der Krankheitsbewältigung, berät zu sozialrechtlichen Fragen, informiert über Hilfs- und Entlastungsmöglichkeiten, begleitet während der Behandlung und zeigt Möglichkeiten der medizinischen und beruflichen Rehabilitation auf.

 

Weiteren Rückhalt können Patientinnen bei den zahlreichen Selbsthilfegruppen nach Krebs erfahren. Hier tauschen sich Frauen über Erfahrungen mit der Erkrankung, der Therapie und den Ärzten aus. In Hohenlohe sind Selbsthilfegruppen in Künzelsau du Öhringen organisiert.

 

  • Die Selbsthilfekoordinatorin der AOK Heilbronn-Franken, Barbara Welle, informiert über die Selbsthilfegruppen der Region sowie deren Treffs und Termine: Telefon 07131 639-374, E-Mail: barbara.welle@bw.aok.de,

Kontakt zur Pressestelle

Dr. René Schilling

Pressesprecher

E-Mail: dr.rene.schilling@bw.aok.de
Telefon: 07131 639-350
Telefax: 07131 639-415
Mobil: 0152 21550995

Allee 72
74072 Heilbronn