Die Experten der AOK Ostwürttemberg informieren die Arbeitgeber in Heidenheim über die wichtigsten Änderungen und Neuerungen für 2015

Mehr als 150 Teilnehmer aus den Personalbüros von Unternehmen aus Heidenheim kamen zum ausgebuchten AOK Arbeitgeberseminar in das Konzerthaus in Heidenheim

Datum: 17.12.2014 / Kategorie: Unternehmen AOK Baden-Württemberg

Heidenheim

Neben Michael Svoboda, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg und Karl-Heinz Rimpf, Leiter des AOK CompetenceCenters Firmenkunden informierte auch Werner Gloning von der Deutschen Rentenversicherung über die Änderungen und Neuerungen, die nächstes Jahr in Kraft treten.

Ab 2015 stehen für Arbeitgeber zwei wichtige personalrelevante Änderungen an: der Mindestlohn und die Rente nach 45 Beitragsjahren.

„Durch den Mindestlohn müssen sich Arbeitgeber bewusst sein, dass dies auch Auswirkungen auf die Beschäftigung von Minijobber hat“, erklärt Firmenkunde-Experte Karl-Heinz Rimpf.

So muss der Arbeitgeber zukünftig die geleisteten Stunden eines Minijobbers dokumentieren. Durch die gesetzliche Verpflichtung mindestens 8,50 Euro je Stunde zu zahlen, kann ein Minijobber maximal 52 Stunden im Monat arbeiten. „Wer mehr als diese Stundenzahl arbeitet, verliert den Minijob-Status“, erklärt Karl-Heinz Rimpf. „Das bedeutet für Arbeitnehmer und Arbeitgeber, dass die Sozialversicherung fällig wird. Die Rentenversicherung hat schon angekündigt, dies zu prüfen, daher ist eine lückenlose Dokumentation der Arbeitszeiten sehr wichtig.“

Der Staat habe Ausnahmen vorgesehen, erklärt der AOK-Experte Rimpf: „Wenn eine kurzfristige Beschäftigung vorliegt – das wären drei Monate oder maximal 70 Arbeitstage – dann greift die Sozialversicherungspflicht nicht. Natürlich ist ein aneinander reihen von kurzfristigen Beschäftigungen nicht erlaubt. Mit dieser Regelung will man den Landwirten bei der Verpflichtung von Erntehelfern entgegenkommen.“

Eine weitere Möglichkeit, den Minijob-Status beizubehalten, wäre die vertragliche Vereinbarung des Mitarbeiters auf Einmalzahlungen zu verzichten, um nicht über die Jahresbemessungsgrenze von 5400 Euro zu kommen. „Das ist bei Sonderzahlungen, etwa dem Weihnachtsgeld möglich“, sagt Rimpf und betont: „Dies muss schriftlich vor Auszahlung des Weihnachtsgeldes vorliegen.“

Zum Thema Rente informierte Werner Gloning von der Deutschen Rentenversicherung. Es gebe hohen Informationsbedarf bei der Rente nach 45 Beitragsjahren und der Mütterrente, so der Rentenexperte. „Wer ohne Abschlag mit 63 in Rente gehen möchte, muss mindestens 45 Jahre in die Rentenkasse eingezahlt haben“, erklärt Werner Gloning und zeigte auf, dass der Kreis der potentiellen Nutzer größer ist, als gedacht. So werden Kindererziehungs- und Pflegezeiten mit einberechnet. An die Handwerker wurde auch gedacht. Wer mindestens 18 Jahre Rentenversicherungsbeiträge bezahlt hat, bei dem zählen auch freiwillig entrichtete Beiträge in die Rentenkasse.

Bei der Mütterrente – offiziell „Verlängerte Kindererziehungszeit für vor 1992 geborene Kinder“ – weißt der Rentenexperte darauf hin, dass die Rentenpunkte nur der Person zugeschrieben wird, die im 12. Lebensmonat des Kindes nach der Geburt erzogen hat.

„Der Begriff „Mütterrente“ sei irreführend“, sagt Werner Gloning, da auch Väter in den Genuss der höheren Rente kommen können.

Michael Svoboda, stellvertretender Geschäftsführer der AOK Ostwürttemberg, ist sehr zufrieden mit dem ausgebuchten Arbeitgeber-Seminar in Heidenheim. „Die Arbeitgeber wissen, dass wir vor Ort sind, über hohes Expertenwissen verfügen und bei Fragen mit regionalen Ansprechpartnern flexibel und lösungsorientiert zur Seite stehen.“

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