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Qualitätsbericht Prävention 2020: AOK-Rückenkonzept ist effektiv und effizient

Datum: 19.11.2020 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Ulm

„Ich hab‘ Rücken“… Dieser Ausruf von Hape Kerkeling alias Horst Schlämmer ist nicht nur in der Comedy-Welt bekannt. Er sprach damit Millionen Deutschen aus der Seele, denn „Rücken“ haben viele. Tatsächlich zählen Rückenschmerzen zu den am häufigsten genannten gesundheitlichen Beschwerden. Verspannungen, ein steifer Nacken, Schmerzen in der Lendenwirbelsäule – fast jeder kennt aus eigener Erfahrung eines oder mehrere dieser Symptome. Allein in Baden-Württemberg leiden über 700.000 AOK-Versicherte unter chronischen Rückenschmerzen.

 

In den meisten Fällen sind zu wenig Bewegung und eine schwache Rücken- und Bauchmuskulatur die Ursache der Rückenschmerzen. Auch einseitige Haltung und falsche Belastung fördern die Beschwerden. Daher ist Bewegung meist die beste Medizin. Speziell auf Rückenschmerz-Patienten zugeschnitten ist das AOK-Rückenkonzept. Das Training ist nachweislich effektiv bei Rückenschmerzen und senkt die Krankheitskosten. Zu diesem Ergebnis kommt eine Evaluation der Präventionsmaßnahme, die neben anderen Ergebnissen im Qualitätsbericht Prävention 2020 aufgeführt wird. Wirksames Gerätetraining für den Aufbau der stabilisierenden Muskulatur bieten die Rückenstudios, welche die Krankenkasse in Ulm und Biberach betreibt. „Allein im Jahr 2019 konnten in der Region 1411 Menschen an diesem Gerätetraining teilnehmen“, sagt Lisa Schlumberger, Themenfeldkoordinatorin Gesundheitsförderung bei der AOK Ulm-Biberach. Die Evaluation zeigt: Die Rückenschmerzen der Teilnehmenden verringern sich im Durchschnitt um 38 Prozent und der Anteil derjenigen mit mittleren bis starken Einschränkungen halbiert sich. Außerdem sind Arbeitnehmer, die am Rückenkonzept teilnehmen, durchschnittlich sieben Tage weniger arbeitsunfähig.

 

Auch bei der betrieblichen Gesundheitsförderung engagiert sich die AOK Ulm-Biberach: Im vergangenen Jahr begleiteten Gesundheitsexperten 173 Unternehmen bei 312 Gesundheitsprojekten – von der Analyse der Ausgangsituation über die Planung und Durchführung von Gesundheitstagen, Workshops, Seminaren und Vorträgen bis zur Erfolgskontrolle. „Unternehmen, die sich für gesundheitsförderliche Bedingungen am Arbeitsplatz engagieren, profitieren von niedrigeren Krankenständen, einer geringeren Fluktuation und einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit und erhöhen auf diese Weise ihre Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit“, so Ralf Eickmann, Leiter für die betriebliche Gesundheitsförderung bei der AOK Ulm-Biberach.

 

Die AOK Ulm-Biberach führte im vergangenen Jahr 167 Bewegungskurse, 43 Ernährungskurse, 56 Entspannungskurse und zwei Kurse zur Suchtprävention durch. In 1145 Beratungen ging es um eine gesunde Ernährung. Ziel ist es, die Teilnehmenden dazu zu befähigen, das gesundheitsförderliche Verhalten auch nach Ende der Maßnahme in den Alltag zu integrieren und so beizubehalten. Insgesamt lag die AOK bei den Ausgaben für die Prävention und Gesundheitsförderung mit 9,13 Euro weit über dem vom Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen vorgegebenen Wert von 7,52 Euro pro Versichertem.

 

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