Erkältungskrankheiten nehmen im Herbst rapide zu - Zahlen und Daten für Heilbronn

Schnupfen und Halsschmerzen sind mit Beginn der kalten Jahreszeit für viele Menschen ein häufiger Begleiter. Im Vorjahr waren in Baden-Württemberg rund 1,1 Millionen AOK-Versicherte deshalb in ärztlicher Behandlung, in der Region Heilbronn-Franken waren es 102.810, im Stadtkreis Heilbronn 16.067 und im Landkreis Heilbronn 31.778. Dabei könnten einfache Vorsorgemaßnahmen häufig Abhilfe schaffen.

Datum: 15.10.2015 / Kategorie: Arzneimittel

Heilbronn

Die Rate der Erkältungspatienten bewegt sich mit durchschnittlich knapp 30 Prozent aller Menschen seit Jahren auf einem gleichbleibend hohen Niveau. Es herrschen jedoch starke saisonale Schwankungen, die insbesondere von Witterungseinflüssen bestimmt werden. Auffallend ist die Altersverteilung der Erkrankungen: Bei den Säuglingen sind rund 85 Prozent jährlich erkältet, bei Kleinkindern sind es 53 Prozent, in der Altersgruppe der 25- bis 29-Jährigen 34 Prozent und bei den 70-Jährigen nur noch 9,4 Prozent. Die Zahlen der AOK Baden-Württemberg gelten als repräsentativ, denn mit einem Marktanteil von knapp 43 Prozent ist die AOK die größte Krankenversicherung im Land.

Die häufigste Form der Atemwegsbeschwerden ist akuter Schnupfen, der durch Rhinoviren ausgelöst wird. AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein empfiehlt zur Vorbeugung: Häufiges Händewaschen, ausreichend Trinken, Aufenthalt an der frischen Luft und die Aufnahme vieler Vitamine und Spurenelemente. Als ideale Raumtemperatur empfiehlt sie 20 bis 22 Grad Celsius. „Bei einer Erkältung sollten Betroffene ihrem Körper keine Anstrengungen zumuten. Abschwellende Nasensprays verschaffen Linderung. Bei kurzfristig hohem Fieber über 40 Grad oder mehrtägigem Fieber über 38,5 Grad Celsius sollte ein Arzt aufgesucht werden“, rät Dr. Knapstein.

Akute Mandelentzündungen machen sich vor allem durch Halsschmerzen und Schluckbeschwerden bemerkbar. Fieber und Kopfschmerzen können hinzukommen. Leichtere Formen der Angina können durch viel Flüssigkeit und Medikamente kurzzeitig selbst behandelt werden. Klingen die Symptome nicht ab, sollte unbedingt ein Arzt kontaktiert werden.

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