Erkältungszeit im Anmarsch: Fast jeder Dritte in der Region wird behandelt

Erkältungszeit im Anmarsch Fast jeder Dritte in der Region wird behandelt Noch vor wenigen Tagen waren die Plätze in Parks, Straßencafés, und Biergärten begehrt und gut besucht. Ein goldener Oktober ist zu Ende gegangen. In den nächsten Tagen werden sich die Temperaturen aber merklich nach unten entwickeln. Das milde Wetter hat sich laut Meteorologen bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Das ungemütliche und wechselhafte Herbstwetter, das folgt, begünstigt Erkältungskrankheiten. Die Bürgerinnen und Bürger in der Metropolregion waren davon im letzten Jahr stark betroffen, wie AOK-Zahlen zeigen. Information für Pressevertreter: Auf Anfrage erhalten Sie auch die Zahlen für Mannheim, Heidelberg, den Rhein-Neckar-Kreis sowie den Neckar-Odenwald-Kreis. Tel. 0621 1768397 oder alexander.foehr@bw.aok.de

Datum: 04.11.2014 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Stuttgart

Erkältungszeit im Anmarsch

Fast jeder Dritte in der Region wird behandelt

Noch vor wenigen Tagen waren die Plätze in Parks, Straßencafés, und Biergärten begehrt und gut besucht. Ein goldener Oktober ist zu Ende gegangen. In den nächsten Tagen werden sich die Temperaturen aber merklich nach unten entwickeln. Das milde Wetter hat sich laut Meteorologen bis zum nächsten Jahr verabschiedet. Das ungemütliche und wechselhafte Herbstwetter, das folgt, begünstigt Erkältungskrankheiten. Die Bürgerinnen und Bürger in der Metropolregion waren davon im letzten Jahr stark betroffen, wie AOK-Zahlen zeigen.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) geht laut neuester Prognosen aufgrund des so genannten El Niño-Ereignisses von einem kalten Winter aus. „Bei kaltem Schmuddelwetter in den Wintermonaten können wir anhand der uns vorliegenden Zahlen der letzten Jahren von einer deutlichen Steigerung bei den akuten Infektionen der oberen Atemwege ausgehen“, so der Stefan Strobel, Geschäftsführer der AOK Rhein-Neckar-Odenwald. Welche Folgen das hat zeigen die Zahlen aus dem Winter 2012/13, der ebenfalls trüb und der sonnenärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnung war.

Im ersten Quartal 2013 waren rund zweieinhalb Mal mehr Versicherte Betroffen als im dritten Quartal 2013. Nach den Zahlen der AOK Rhein-Neckar-Odenwald waren im vergangenen Jahr im Rhein-Neckar-Kreis, dem Neckar-Odenwald-Kreis, Mannheim und Heidelberg 121.600 Versicherte wegen Infektionen der oberen Atemwege in ambulanter oder stationärer Behandlung. „Das sind pro 1000 Versicherte 327 erkrankte Personen, also etwas weniger als ein Drittel“, verdeutlicht Strobel das Ausmaß. Frauen (335 pro 1000 Versicherte) sind dabei etwas häufiger betroffen als Männer (318 pro 1000 Versicherte). Auch die Zahlen in den Städten und Kreisen unterscheiden sich. Mannheim war am stärksten betroffen (365 pro 1000 Versicherte), dahinter folgen der Rhein-Neckar-Kreis (316 pro 1000 Versicherte), der Neckar-Odenwald-Kreis (306 pro 1000) und Heidelberg (297 von 1000). Dabei dürfte die tatsächliche Häufigkeit sogar noch höher sein, da erfahrungsgemäß nicht alle Betroffenen zum Arzt gehen und die Statistik nur die Erkrankungen mit Arztbesuch umfasst. Die Zahlen von 2013 sind die höchsten in den letzten Jahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2010 war nur ein Viertel betroffen.

Während rund 80 Prozent aller Säuglinge behandelt werden, nimmt die Zahl ab dem fünften Lebensjahr stark ab. Bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind noch rund 40 Prozent betroffen, in der Altersgruppe ab 75 Jahren werden hingegen nur noch 10 Prozent behandelt.

Zur Gruppe der akuten Infekte der oberen Atemwege gehören Erkrankungen wie der grippale Infekt, akute Entzündungen von Hals und Rachen, Erkältungsschnupfen, akute Mandelentzündung, Erkältungsschnupfen und akuten Nasennebenhöhlenentzündung.

„Um die Abwehrkräfte zu stärken, sollte man ausreichend trinken, viel frisches Obst und Gemüse essen uns sich regelmäßig an der frischen Luft bewegen. Regelmäßiges Händewaschen sollte sowieso selbstverständlich sein“, rät Strobel. Wenn Schmerzen bei der Atmung auftreten, rät er dazu, einen Arzt aufzusuchen. Auch bei Fieber über 38.5 Grad Celsius, das länger als einen Tag anhält, oder bei kurzfristig sehr hohem Fieber – über 40,5 Grad Celsius – sollte man unbedingt zum Arzt, so der AOK-Geschäftsführer.

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