Familien kochen im Lockdown häufiger frisch

AOK gibt Tipps für das gemeinsame Mittagessen

Datum: 19.02.2021 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Bodensee-Oberschwaben

Die Corona-Krise hat durch Homeoffice und Schulschließungen in vielen Familien zwangsläufig dazu geführt, dass häufiger gemeinsam gegessen wird. Das bestätigt auch eine Umfrage der AOK Baden-Württemberg. Sie zeigt aber auch: Eltern legen seit der Pandemie mehr Wert auf gesunde Ernährung. Welche Gerichte sich für das gemeinsame Mittagessen gut eignen, verrät AOK-Ernährungsfachkraft Meike Rummel.

 

Eine Forsa-Befragung im Auftrag der AOK Baden-Württemberg hat Anfang Februar ergeben, dass in der aktuellen Situation für Familien das Thema Ernährung wieder mehr in den Fokus rückt. Befragt wurden 526 Eltern mit Kindern bis 18 Jahren in Baden-Württemberg. 54 Prozent gaben an, seit der Corona-Krise häufiger Mahlzeiten gemeinsam mit der Familie einzunehmen als vorher. In nur vier Prozent der Familien ist dies seltener als vor der Pandemie der Fall. Fast ein Drittel (31 Prozent) der befragten Eltern bereitet seit der Corona-Pandemie häufiger Speisen selbst frisch zu als vorher. 64 Prozent haben hierbei keine Veränderung festgestellt. Auch die Zutaten haben sich bei einigen Familien geändert: So gaben 23 Prozent der Befragten an, nun häufiger mit frischen Zutaten zu kochen als vor Corona. 17 Prozent der befragten Eltern kauften seltener Fertiggerichte als vorher, bei 12 Prozent war dies im Gegensatz häufiger als vorher der Fall.

 

Doch welche Gerichte eignen sich besonders gut für ein gemeinsames Mittagessen? Meike Rummel, Ernährungsfachkraft bei der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben erklärt: „Optimal für die Mittagspause sind leichte, ausgewogene Mahlzeiten, die alle wichtigen Nährstoffe enthalten. Mit viel Frischem aus Gemüse und Obst bleibt man leistungsfähig und konzentriert und hat anschließend genug Energie für die Hausaufgaben oder die Arbeit im Homeoffice.“ Brot, Nudeln und Reis aus Vollkorn, Kartoffeln, Gemüse und Hülsenfrüchte liefern zudem wichtige Kohlenhydrate, die das Gehirn zum Arbeiten braucht.

 

„Ein Mittagessen muss nicht immer warm sein. Auch gut kombinierte kalte Mahlzeiten – etwa ein Vollkornsandwich mit Rohkost oder ein gemischter Salat mit Nüssen – enthalten wichtige Nährstoffe“, ergänzt die Ernährungsexpertin. Und auch Reste vom Vortag können zu kreativen Gerichten werden: Übrig gebliebene Pfannkuchen werden zu Wraps, Nudeln zu Nudelsalat und Kartoffeln zu Tortilla. Wenn im Alltag wenig Zeit für die Essensvorbereitung bleibt, können auch Fertigprodukte, die mit frischen Zutaten ergänzt werden, ab und zu die Lösung sein. „Zum Beispiel Tortellini aus dem Kühlregal mit einer Gemüsesoße aus geraspelten Zucchini oder Möhren“, schlägt Meike Rummel vor. Eine Pizza Margarita kann mit frischen Tomaten und Rucola aufgepeppt oder mit einem Salat serviert werden. Auch Ofenkartoffeln mit Kräuterquark oder mit Gemüse gefülltes Fladenbrot sind eine gute Wahl.

 

Wichtig ist, regelmäßig über den Tag verteilt und möglichst abwechslungsreich zu essen. Am besten drei Hauptmahlzeiten und je nach Bedarf zwei Zwischenmahlzeiten täglich. Meike Rummel ergänzt: „Entscheidend ist, dass die Tagesbilanz stimmt. Wenn es mittags zum Beispiel ein Sandwich gab, ist abends die Zeit für ein leckeres und leichtes Essen mit reichlich Gemüse, Kartoffeln, Reis oder Nudeln und etwas Fleisch.“

 

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