Fit in die Sommerzeit

Bald ist es wieder so weit. Am Sonntag, den 26. März werden die Uhren von 2 auf 3 Uhr vorgestellt. Viele Menschen leiden unter der seit 1980 geltenden Zeitumstellung. Aber man kann das Mini-Jetlag überwinden, so die AOK Stuttgart-Böblingen in ihrer Pressemitteilung.

Datum: 20.03.2017 / Kategorie: Gesundheitstipps

Stuttgart-Kreis Böblingen

Die Sommerzeit wird seit Jahren kritisiert: Sie bringe den Biorhythmus durcheinander, erzeuge Müdigkeit und Schlafstörungen und habe kaum positive Effekte. Ursprünglich wurde die Sommerzeit eingeführt, um das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. Stattdessen erleben viele Menschen besonders bei der Umstellung auf die Sommerzeit einen Mini-Jetlag: Sie kommen morgens schlechter aus dem Bett, kämpfen abends mit Einschlafproblemen und sind bei der Arbeit müde und unkonzentriert.

 

Wie schnell sich die Menschen an den neuen Rhythmus gewöhnen, ist individuell unterschiedlich. Laut einer von der AOK Baden-Württemberg in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage aus dem Jahre 2015 hat jeder dritte Erwachsen in Baden-Württemberg die ersten Tage Probleme, manche haben gar wochenlang mit Umstellungsschwierigkeiten zu kämpfen. Die Zahlen sind jedoch eindeutig: Die Krankenquote liegt nach der Umstellung auf die Sommerzeit deutlich höher als üblich. Henry Markus, Diplom-Psychologe bei der AOK Stuttgart-Böblingen dazu: „Der Wechsel von Hell und Dunkel steuert die Ausschüttung von Hormonen, die für Vitalität oder für Müdigkeit und Schlappheit sorgen. Dieser biologische Rhythmus ist sehr empfindlich. Wird es plötzlich deutlich später hell und dunkel, kann sich der Körper nicht darauf einstellen und schüttet Schlafhormone wie Melatonin auch dann aus, wenn man eigentlich aktiv sein müsste. Die Folge: Schlappheit, Müdigkeit oder Schlafstörungen“.

 

Hilfreich ist es, schrittweise auf die Zeitumstellung hinzuarbeiten. Henry Markus: „Wer zum Beispiel eine flexible Arbeitszeit hat, könnte bereits eine Woche vor der Umstellung eine halbe Stunde eher zur Arbeit kommen und dafür eine halbe Stunde früher Feierabend machen. Dadurch hat der Körper die Gelegenheit, sich schrittweise an den neuen Rhythmus zu gewöhnen – und die Zeitumstellung fällt kaum noch auf“. Auch viel Bewegung an der frischen Luft hilft bei Schlafproblemen. Wichtig dabei ist, möglichst viel Tageslicht abzubekommen. „Eine vitamin- und ballaststoffreiche Ernährung und mindestens anderthalb Liter Wasser täglich trinken helfen dem Körper, die Zeitumstellung besser zu verkraften. “, empfiehlt der AOK-Experte.

 

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