Gefahr für Hautkrebs bei zu viel Sonne – AOK rät zur Vorsorge – Starker Anstieg bei den Fallzahlen im Landkreis

Angesichts der aktuellen Wetterlage mit reichlich Sonnenstunden macht die AOK auf die Risiken für Hautkrebs-Erkrankungen aufmerksam und rät dazu, sich vor der schädlichen Wirkung des Sonnenlichts zu schützen. „Hautkrebs ist eine Erkrankung, die zunächst keine Beschwerden verursacht. Deshalb gilt sie als besonders tückisch“, sagt AOK-Kundencenterleiter Peter Schröder aus Tiengen. Am Hochrhein nimmt die Zahl der an Hautkrebserkrankten auch deutlich zu. Das hat die AOK Hochrhein-Bodensee auf der Basis ihrer Versicherten ermittelt.

Datum: 07.07.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Waldshut-Tiengen

2013 zählte die AOK im Landkreis Waldshut 168 Versicherte, die an bösartigem Melanom, dem sogenannten Schwarzen Hautkrebs, erkrankt sind. 2007 waren es noch 98 AOK-Versicherte. Das ist eine Steigerung um jährlich 9,7 Prozent und damit deutlich höher als der Landesdurchschnitt (7,9 Prozent). „Besonders auffällig ist ein sprunghafter Anstieg ab dem Jahr 2010“, berichtet Peter Schröder. „Wir verzeichnen hier einen bundesweiten Trend, der in Zusammenhang mit der Einführung des Hautkrebsscreenings als Vorsorgeuntersuchung steht“, erläutert der Kundencenter-Leiter. Die AOK rechnet aber damit, dass die Zahlen nach einiger Zeit wieder etwas sinken werden.

Hautkrebs ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen. Als Hauptverursacher gilt das UV-Licht der Sonne. Nach Schätzungen erkranken in Deutschland jedes Jahr rund 200.000 Menschen an hellem und etwa 15.000 an schwarzem Hautkrebs. Je häufiger und länger sind Menschen der UV-Strahlung aussetzen, desto größer ist das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. „Die Anzahl der Versicherten, die sich wegen Hautkrebs in Behandlung befinden, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Dabei ist der Anteil der betroffenen Frauen in jüngeren Jahren höher als bei Männern. Diese sind dagegen im Alter häufiger betroffen“, erklärt Gesundheitsexperte Peter Schröder. Wie die AOK mitteilt, können für die Auswertung nur Versicherte ermittelt werden, die sich tatsächlich in ärztlicher oder stationärer Behandlung befanden. Die Dunkelziffer könnte weit höher sein.

Wenn der Hautkrebs frühzeitig erkannt wird, ist er in der Regel heilbar, viele schwere Krankheitsverläufe könnten vermieden werden. „Leider nutzt nur etwa jeder Dritte die Hautkrebsvorsorge“ bemängelt Schröder. Die AOK bietet ihren Versicherten ein sogenanntes Hautkrebsscreening bereits ab 20 Jahre alle zwei Jahre an. Dabei untersucht ein Arzt, teilweise mit Auflichtmikroskop, die gesamt Hautoberfläche. Die AOK empfiehlt ihren Versicherten diese Vorsorgeuntersuchung zu nutzen und rät auch dazu, einen ausreichenden Sonnenschutz (mindestens Faktor 30) zu verwenden sowie auf lange Sonnenbäder, insbesondere in der Mittagssonne, zu verzichten.

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