Geringerer Krankenstand in der Region

Der Krankenstand von AOK-Versicherten in der Region Heilbronn-Franken ist im ersten Halbjahr 2016 leicht gesunken: Von 5,4 Prozent im 1. Halbjahr 2015 auf 5,2 Prozent in den ersten sechs Monaten dieses Jahres. Im Landkreis Heilbronn verringerten sich die Fehlzeiten von 5,5 Prozent im 1. Halbjahr 2015 auf aktuell 5,4 Prozent, im Stadtkreis blieben sie im selben Zeitraum konstant bei 5,5 Prozent und im Hohenlohekreis verringerten sie sich deutlich von 5,6 auf 5,2 Prozent.

Datum: 30.08.2016 / Kategorie: Wissenschaft / Statistiken / Studien / Zahlen

Heilbronn-Hohenlohe

Insgesamt meldeten sich 48,3 Prozent aller Beschäftigten im ersten Halbjahr 2016 mindestens einmal krank, im gleichen Vorjahreszeitraum waren es noch 51,1 Prozent. Die durchschnittliche Krankheitsdauer pro Fall lag in der Region in 2016 bisher bei 10 Kalendertagen. Auf 100 AOK-Versicherte in Heilbronn-Franken kamen im ersten Halbjahr 94,8 Arbeitsunfähigkeitsmeldungen, im Landkreis Heilbronn waren es 94 und im Stadtkreis 100 und im Hohenlohekreis 97.

Die Krankheitsarten mit den höchsten Anteilen an allen Arbeitsunfähigkeitsfällen waren: Atemwege mit 25,2 Prozent, Muskeln und Skelett mit 15,7 Prozent, Verdauung mit 8,3 Prozent und Verletzungen mit 6,9 Prozent. Die Zahlen der AOK gelten als repräsentativ, da sie mit gut 43 Prozent aller Versicherten die größte Krankenkasse des Landes ist.

Die Branche „Verkehr und Transport“ hatte mit 6,2 Prozent den höchsten Krankenstand in der Region, gefolgt von „Energie und Wasser“ mit 6,0 Prozent, dem verarbeitenden Gewerbe mit 5,6 Prozent, der öffentlichen Verwaltung mit 5,5 und dem Baugewerbe mit 5,4. Der niedrigste Wert wurde mit 2,8 Prozent in der Land- und Forstwirtschaft ermittelt. Nach Berufsgruppen untergliedert lag die industrielle Gießerei mit 17,4 Fehltagen pro AOK-Versichertem im 1. Halbjahr 2016 vor dem Tiefbau mit 16,5, den Entsorgungsbetrieben mit 15,4 und der Altenpflege mit 15,2. Die wenigsten Arbeitsunfähigkeitstage wurden in der IT-Anwenderberatung (3,5), beim den Ärzten (3,7) und in der Landwirtschaft (4,8) verzeichnet.

Wenig überraschend ist, dass die Anzahl der Atemwegserkrankungen mit einem Indexwert von 33 pro 100 AOK-Versicherter im Stadtkreis Heilbronn, 30,3 im Landkreis und 31 im Hohenlohekreis weit vorne platziert war, gefolgt von den Gruppen Muskel/Skelett mit 19,3 (19,2 im Stadtkreis Heilbronn, 19,3 im Landkreis und 19,3 im Hohenlohekreis), Verdauung von 10,6 und Verletzungen mit 8,8. Bezogen auf die Erkrankungsdauer blieb die Reihenfolge unverändert. 23,4 Prozent der Diagnosen entfielen auf die Krankheitsart Muskel/Skelett, 14,2 Prozent auf Atemwege, 10,4 Prozent auf Verletzungen und 10,2 Prozent auf psychische Beschwerden.

Kontakt zur Pressestelle

Dr. René Schilling

Pressesprecher

E-Mail: dr.rene.schilling@bw.aok.de
Telefon: 07131 639-350
Telefax: 07131 639-415
Mobil: 0152 21550995

Allee 72
74072 Heilbronn