Gestresste Pendler - AOK-Umfrage zeigt: Je länger der Weg zur Arbeit, desto genervter kommt man an.

Montag Morgen. Frühstück mit der Familie, dann auf zur Arbeit. Bereits hier beginnt für viele Erwerbstätige der Stress. Viele nervt die tägliche Pendelei zur Arbeit, wie eine aktuelle forsa-Umfrage zum Thema Berufspendler im Auftrag der AOK Baden-Württemberg zeigt.

Datum: 28.01.2016 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Heidenheim

Wer morgens über die B19 zur Arbeit fährt, weiß: Er sollte Geduld mitbringen, denn LKWs und Stau machen den Weg zur Arbeit zur Tortur. Es sind viele betroffen, denn jeder Fünfte, der im Kreis Heidenheim arbeitet, ist ein Berufspendler. Nach Angaben des statistischen Landesamtes pendeln täglich fast 26.000 Erwerbstätige in den und aus dem Landkreis. Auch innerhalb des Kreises wird kräftig gependelt. Etwa ein Viertel der Pendler ist besonders lange unterwegs. Arbeitswege von einer halben Stunde und länger sind keine Seltenheit, wie die von der AOK Baden-Württemberg in Auftrag gegebene Umfrage ergab.

 

Ziel der Befragung war es, herauszufinden, wie sich die Berufspendler fühlen, wenn sie ständig Fahrten aufnehmen müssen. Heraus kam dabei, dass mit der Länge des Arbeitsweges für viele von ihnen auch der Stress steigt.

 

Wer im Schnitt weniger als eine halbe Stunde zur Arbeit braucht, hat Glück. Nur eine Minderheit von ihnen gab an, durch den Weg zur Arbeit zusätzlich belastet zu sein.

 

Bei den Erwerbstätigen, deren Arbeitsplatz 30 Minuten und länger von zu Hause entfernt liegt, sah dies schon anders aus: hier gaben 32 Prozent der Befragten an, sich von ihrem Arbeitsweg stark (19 Prozent) oder sogar sehr stark (13 Prozent) belastet zu fühlen.

 

Am stärksten wirke sich die Länge des Arbeitsweges auf die private Freizeit aus. Jeder Fünfte gab an, durch lange Wege zur Arbeit weniger Zeit für Sport und Hobbies zu haben. Auch Freunde und Familie blieben häufig auf der Strecke, wie zehn Prozent der Teilnehmer beklagten. Gerade Haushalte mit Kindern seien hier verstärkt betroffen. Fünf Prozent der Befragten gaben sogar an, auf dem Weg zur Arbeit unter körperlichen Stressreaktionen wie Nervosität, Herzrasen oder Schweißausbrüchen zu leiden.

 

„Wer schon auf dem Weg zur Arbeit unter Stress steht, tut sich schwer, Ruhe in seinen Arbeitsalltag zu bringen. Daher ist es ratsam, seine natürlichen Resistenzen gegen Stress zu erhöhen, um mit solchen Situationen gelassener umgehen zu können. Häufig hilft es schon, im Stau kurz durchzuatmen und eine gute CD einzulegen, um aktiv gegen Stress vorzugehen“, erklärt Guido Deis, Leiter der Gesundheitsförderung der AOK Ostwürttemberg. „Stressresistenz ist erlernbar. Daher haben wir mit „Lebe Balance“ ein Seminar im Angebot, um den Menschen nahe zu bringen, die eigenen Widerstandskräfte gegen Stress zu erhöhen und entspannter durch den Tag zu kommen.“

 

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