Gesundheit: Erst kommt der Rücken, dann lange nichts

AOK nimmt Krankenstand in der Region unter die Lupe

Datum: 28.01.2019 / Kategorie: Krankenstand

Südlicher Oberrhein

 

 

Der Krankenstand am südlichen Oberrhein lag im vergangenen Jahr bei 5,0 Prozent. Dies ist der höchste Stand im 5-Jahres-Vergleich. Damit folgt der regionale Krankenstand dem Baden-Württemberg-Trend. Auch hier stieg der Krankenstand leicht auf 5,1 Prozent. Mehr als die Hälfte der Mitglieder der AOK-Baden-Württemberger war 2018 mindestens einmal krankgeschrieben (55,9 Prozent).

 

Das teilt die AOK Südlicher Oberrhein in einer Presseinformation mit. Grundlage für die Berechnungen sind die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen der AOK-Versicherten in der Region.

 

Im Schnitt wurden 2018 je Mitglied 11,1 Arbeitsunfähigkeitstage verzeichnet.

 

Mit 22,5 Prozent Anteil an allen Ausfalltagen stellen die Rückenbeschwerden und Muskel-Skeletterkrankungen die deutlich größte Gruppe. „Zu dieser Gruppe gehören insbesondere die Rückenerkrankungen“, erklärt Tobias Haller, Leiter des Bereichs Gesundheitsförderung bei der AOK Südlicher Oberrhein. „Zu den Hauptursachen für Rückenbeschwerden zählen Bewegungsmangel, Fehlhaltungen und einseitige Belastungen im Beruf“. Akuten Rückenschmerzen könne man oft mit Wärme zu Leibe rücken. Wichtig wäre, so Haller, „dass der Patient schnell wieder in Bewegung kommt“. Daher könne es sinnvoll sein, nach Abstimmung mit dem Arzt für maximal zwei Wochen ein entzündungshemmendes Schmerzmittel einzunehmen. „Es ist wichtig, den Teufelskreis aus Schmerzen und Schonung zu durchbrechen“, erklärt der Gesundheitsexperte.

 

An zweiter Stelle findet sich die Diagnosegruppe der Atmungserkrankungen mit 12,8 Prozent Anteil aller Ausfalltage, gefolgt von den psychischen Erkrankungen mit 11,9 Prozent (11,3 Prozent in Baden-Württemberg). Wie die AOK weiter mitteilt, ist der Anteil der psychischen Erkrankungen im 5-Jahres-Vergleich ebenfalls gestiegen. 2014 lag der Anteil bei 10,5 Prozent. „Psychische Belastungen und Störungen sind weiterhin auf dem Vormarsch“, stelle Haller fest. Infolge einer Verletzung fielen im Süden des Landes 11 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitstage aus.

 

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