Gesundheitspolitischer Dialog mit AOK - Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger will sich für Hausarztzentrierte Versorgung einsetzen

Zum gesundheitspolitischen Dialog hat sich jetzt die Landtagsabgeordnete Dorothea Wehinger (Bündnis 90 / Die Grünen) mit den Geschäftsführern der AOK-Bezirksdirektion Hochrhein-Bodensee, Uwe Schreiber und Uwe Daltoe, getroffen. Auf der Tagesordnung stand unter anderem die Hausarzt-zentrierte Versorgung (HZV) und mögliche positive Auswirkungen auf die ärztliche Versorgung im Landkreis.

Datum: 31.10.2016 / Kategorie: Gesundheitspolitik

Singen

„Im Landkreis Konstanz wird die HZV bereits gut angenommen“, berichtete AOK-Chef Uwe Schreiber. So hat die AOK mit 95 Hausärzten und 41 Fachärzten entsprechende Verträge geschlossen. Etwa 20.000 Versicherte nehmen daran teil. „Vorteile bringt das für alle Beteiligten“, ergänzte der Stellvertretende AOK-Geschäftsführer Uwe Daltoe. „Die Qualität der Versorgung ist besser, wie wir in einer aktuellen Evaluation belegen können. Die Patienten bekommen einen besseren Service und die Ärzte eine bessere Honorierung ihrer Leistungen.“

Auf besonderes Interesse bei der Abgeordneten stieß die Unterstützung der Landarztpraxis durch die Qualifizierung von Arzthelferinnen zur Versorgungsassistentin für Hausärzte – kurz VERAH. „Wir beobachten hier schon seit einiger mit Sorge die Entwicklung in der ärztlichen Versorgung. Wie überall in ländlichen Bereichen haben wir ein zunehmendes Nachwuchsproblem“, beschrieb die Sozialpolitikerin die Situation im Landkreis. „Dass diese Mitarbeiterinnen die Hausbesuche mit oft langen Anfahrtswegen übernehmen können, trägt zu einer großen Entlastung des Hausarztes bei.“ Für die AOK ist die VERAH ein nützlicher Beitrag, das Leben und Wirken eines Landarztes attraktiver zu machen, meinte Uwe Schreiber: „Hausärzte können durch die Unterstützung einer VERAH mehr Patienten betreuen.“ Dorothea Wehinger begrüßt diese Idee und sagt ihre Unterstützung zu.

Seit acht Jahren läuft das alternative Versorgungsmodell in Baden-Württemberg mit inzwischen 1,4 Millionen teilnehmenden Versicherten sowie über 4.000 Haus- und Kinderärzten. Angegliedert sind Facharztverträge für die Bereiche Kardiologie, Gastroenterologie, Psychotherapie, Neurologie und Psychiatrie, Orthopädie sowie Urologie.

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