Hautkrebsrisiko wird oft unterschätzt

AOK rät zu ausreichendem Sonnenschutz und Hautkrebsscreening

Datum: 14.07.2015 / Kategorie: Sonstiges

Waiblingen

Die Sonne brennt vom Himmel, das Thermometer eilt von Rekord zu Rekord. Wer das sommerliche Wetter genießt, sollte auch den Sonnenschutz im Auge behalten. Denn übermäßige Sonneneinstrahlung führt nicht nur zu Sonnenbrand, sondern fördert auch die Entstehung von Hautkrebs. Im Jahr 2013 waren im Rems-Murr-Kreis 639 AOK-Versicherte wegen eines bösartigen Melanoms, dem sogenannten „schwarzen Hautkrebs“, in ambulanter oder stationärer Behandlung. Während sich die Anzahl der Betroffenen in der Zeit von 2007 bis 2012 von Jahr zu Jahr gesteigert hat, ist sie von 2012 auf 2013 von 883 auf 639 Betroffene gesunken. Im Durchschnitt lag die jährliche Steigerung zwischen 2007 und 2013 bei 6,6 Prozent. Bei den Frauen betrug der Anstieg im Jahresdurchschnitt 5,3 Prozent, bei den Männern 8,5 Prozent.

Die steigenden Zahlen könnten auch im Zusammenhang damit stehen, dass insgesamt mehr Personen zur Vorsorge gehen. Seit 2008 können gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos ein Hautkrebsscreening beim Arzt durchführen lassen. Die AOK Ludwigsburg-Rems-Murr zahlt das Haukrebsscreening alle zwei Jahre bereits für Versicherte ab einem Alter von 20 Jahren.

Die Anzahl der Versicherten, die sich wegen Hautkrebs in Behandlung befinden, steigt mit zunehmendem Alter deutlich an. Der Anteil der betroffenen Frauen ist in jüngeren Jahren höher als bei Männern. Männer sind hingegen in höherem Alter häufiger betroffen.

Schwarzer Hautkrebs ist ein bösartiger Tumor der Pigmentzellen. „Er ist oft die Folge von zu intensiver UV-Strahlung, die Erkrankung selbst zeigt sich jedoch erst viele Jahre später“, sagt Dr. Sabine Knapstein, Ärztin bei der AOK Baden-Württemberg.

„Vorsorge hilft, Hautkrebs frühzeitig zu erkennen. Bei einer rechtzeitigen Diagnose ist Hautkrebs in der Regel heilbar“, so Dr. Knapstein. Generell sollte man die Haut vor Verbrennungen durch starke Sonneneinstrahlung schützen und einen Sonnenbrand mit Blasenbildung unbedingt vermeiden. Dr. Knapstein rät zu einer Sonnencreme mit einem Faktor von mindestens 30, der gegen UVA- und UVB-Strahlung schützt. Auf Solarienbesuche sollte ganzjährig verzichtet werden.

Kontakt zur Pressestelle

Nina Lägel

E-Mail: pressestelle-lbr@bw.aok.de
Telefon: 07141 136-113
Telefax: 07141 136-91113
Mobil: 01520 1570317

Gottlob-Molt-Straße 1
71636 Ludwigsburg