Helferin auf Hausbesuch - Hausärztliche Assistentinnen helfen, die Versorgung der Patienten zu sichern

Entlastung für den Hausarzt, die den Patienten ebenfalls zu Gute kommt: Der Hausarzt Dr. med. Rainer Urbach im Gesundheitsforum Weststadt zeigt mit seiner VERAH Heike Scheu wie`s geht. Im Rahmen des Hausarztvertrages, den die AOK, der Hausarztverband und MEDI Baden-Württemberg eingerichtet haben, werden Routine-Hausbesuche in zunehmenden Maße von „Versorgungsassistentinnen in der Hausarztpraxis“ (VERAH) übernommen. Dies entlastet den Hausarzt und führt insbesondere in ländlichen Regionen zu spürbaren Verbesserungen in der Versorgung.

Datum: 15.09.2015 / Kategorie: AOK-Angebote und Leistungen

Ravensburg

„Die Patienten sind begeistert von Heike Scheu“, betont Dr. med. Rainer Urbach im Gespräch mit der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben. Seit 2011 geht sie auf Tour. „Viele wollen seitdem nur von ihr behandelt werden. Sie ist Hauptansprechpartnerin und zugleich Vertrauensperson für viele. Das zeigt mir, dass das neue Versorgungsmodell bei den Menschen vor Ort ankommt und genutzt wird.“ Ein großer Pluspunkt, denn die VERAHs sichern die Versorgung derjenigen Patienten, die nicht in die Praxis kommen können. Sie sehen alle Veränderungen und können schnell und zielgenau reagieren. Sie können Schlüsse ziehen, die Situation entsprechend einschätzen und sind Bindeglied zwischen Arzt und Pflegedienst.

Das Grundprinzip ist einfach: Arzthelferinnen sind speziell qualifiziert und übernehmen einen Teil der Hausbesuche. Die Zusatzausbildung ist Grundvoraussetzung dafür. Die VERAHs decken dann in der Folge die Aufgaben ab, die nicht zwingend der Hausarzt selbst leisten muss. Dazu zählen unter anderem die Überprüfung von Medikamenten, die Abnahme von Blutproben und die Spritzengabe, die Kontrolle von Verbänden im Wundmanagement, die Blutdruck-Messung oder die Ozon-Therapie. „Ich suche das Gespräch mit meinen Patienten und genau das schätzen diese sehr. Ich nehme mir die Zeit, die ein Arzt nicht hat. Bemerke ich vor Ort aber ein ernsteres Problem, ziehe ich sofort den Arzt hinzu. Wir tauschen Bilder oder Videos vom Gesundheitszustand aus. Dann kann es im Einzelfall schon mal zu Einweisungen kommen. Unterwegs bin ich mit dem VERAHmobil - dieses kommt vor allem älteren, alleinstehenden und bettlägrigen Patienten sowie deren Angehörigen zu Gute.“ Das vergleichsweise junge Modell wird finanziell gefördert. Die AOK, der Hausarztverband und MEDI Baden-Württemberg bezuschussen die Anschaffung der Autos. „Ich schätze meine Arbeit sehr“, betont Heike Scheu, „große Verantwortung gepaart mit vielen Erfolgserlebnissen und der enge Kontakt zu den Patienten macht meine Arbeit zu dem was sie ist – eine besondere Aufgabe.“

Die Patienten von Dr. med. Rainer Urbach, Sitz im ältesten (ersten) Ärztehaus in Ravensburg, sind überwiegend aus der Weststadt, aber auch von der Umgebung nehmen viele den Weg auf, um von ihm behandelt zu werden. „Das ist nur möglich, weil mir auf der anderen Seite Heike Scheu meinen Rücken freihält. Ich kann mich mehr auf meine Kernaufgaben konzentrieren und verliere nicht wertvolle Zeit auf der Straße. Wenn der Praxisbetrieb reibungsloser läuft, bleibt auch mehr Zeit für die Patienten übrig. So können wir eine ganzheitliche Versorgung und Betreuung anbieten."

„Der Arzt kann sich auf akute und schwere Fälle konzentrieren, ohne dass die Qualität der Versorgung darunter leidet“, betont Roland Beierl, Geschäftsführer der AOK – Die Gesundheitskasse Bodensee-Oberschwaben. „Die VERAH ist eine von mehreren Antworten auf das schleichende Hausarzt-Sterben, das vor allem den ländlichen Raum trifft“, betont Roland Beierl weiter. „Die klassische Landarztkarriere schlagen immer weniger meiner Kollegen ein“, so der Ravensburger Hausarzt. Die Gründe sind verschieden: Gedeckelte Gesundheitsausgaben, steigende Anforderungen an den Arzt, hohe Investitionskosten in die Praxen sowie Probleme, Beruf und Familie ins Gleichgewicht zu bringen. „Zusätzlich zur VERAH habe ich zwei weitere Ärztinnen angestellt – mit Frau Dr. med. Marina Vogler und Frau Dr. med. Viktoria Steinhauser habe ich zwei überaus qualifizierte und engagierte Kolleginnen gefunden, so dass wir unserem Versorgungsauftrag in der Weststadt voll gerecht werden können.“

Dr. med. Rainer Urbach: „Das AOK-HausarztProgramm unterstützt uns bei unserem Vorhaben. Wir wollen eine qualifiziert hochwertige Versorgung für viele Patienten erbringen, dass ist nur möglich mit entsprechender Unterstützung.“ Der Hausarzt nimmt seit Anfang an der Hausarztzentrierten Versorgung teil: „Ich bin HzV-Arzt der 1. Stunde und bin absolut überzeugt vom AOK-Programm – wir sind Versorgerpraxis und genau das wollen wir auch in Zukunft bleiben. Das AOK-Hausarzt Programm schafft es, dass wir mehr Zeit für die Patienten vor Ort haben und diese nicht nutzlos in der Bürokratie untergeht.“

Weitere Informationen erhalten Sie online unter www.praxisurbach.de oder unter www.aok-bw.de/bos > Leistungen und Service > AOK-Programme > AOK-HausarztProgramm

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Thomas Müller

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