Herbstsitzung - AOK-Bezirksrat informiert sich über die aktuelle Geschäftsentwicklung - Ausrichtung auf den Krankenkassen-Wettbewerb in 2015 steht im Mittelpunkt

In seiner turnusmäßigen Herbstsitzung informierte sich der AOK-Bezirksrat  über den aktuellen Stand der geschäftlichen Entwicklung in den Landkreisen Lörrach, Waldshut und Konstanz. Einen besonderen Schwerpunkt des Berichts von AOK-Geschäftsführer Dietmar Wieland bildete die Ausrichtung der AOK Baden-Württemberg auf den zum Jahreswechsel anstehenden Wettbewerb der Krankenkassen.

Datum: 18.12.2014 / Kategorie: Unternehmen AOK Baden-Württemberg

Waldshut-Tiengen

„Der Gesetzgeber hat mit Wirkung zum 1. Januar eine Senkung der Krankenkassenbeiträge vom 15,5 auf 14,6 Prozent festgelegt“, erklärte Wieland dem Bezirksrat. „Das wird für keine Gesetzliche Krankenkasse auskömmlich sein. Deshalb werden die meisten Kassen individuelle Zusatzbeiträge erheben.“ Bei der AOK Baden-Württemberg werde die Entscheidung über die Höhe des Zusatzbeitrags am 17. Dezember durch den AOK-Verwaltungsrat getroffen. „Wir gehen davon aus, dass die Beiträge für unsere Versicherten im Vergleich zu diesem Jahr stabil bleiben“, prognostizierte Wieland.

Dem im neuen Jahr stärkeren Wettbewerb um die Versicherten sehe die AOK Baden-Württemberg optimistisch entgegen. „Die AOK setzt hier weiterhin auf Qualität, Stabilität und Nähe“, führte der AOK-Chef aus. Höchste Qualität in Versorgung und Gesundheitsförderung stehe weiterhin im Mittelpunkt des Handelns. Symbolisch für den künftigen Marktauftritt stehe der Begriff GESUNDNAH – Gesundheit und Nähe. Nähe sei dabei aber keineswegs nur geografisch gemeint. Auch die emotionale Nähe zum Kunden im direkten Kontakt solle künftig einen ganz besonderen Stellenwert bekommen.

Auch hinsichtlich der Finanzentwicklung hatte Wieland positive Nachrichten für die Selbstverwalter. „Während die Wettbewerber in diesem Jahr insbesondere durch die Auszahlung von Versicherungsprämien fast durchgehend defizitär gearbeitet haben, hat die AOK Baden-Württemberg erneut ein positives Rechnungsergebnis erzielt“, freute sich Wieland. Die Vermögenssituation sei solide und stabil. Erfreulich für den Bezirksrat auch die Versicherten-Entwicklung. „Das Wachstum der AOK Hochrhein-Bodensee mit inzwischen mehr als 185.000 Versicherten zeigt uns, dass wir mit unserer Betreuungsqualität, den Gesundheitsangeboten und der Präsenz vor Ort auf dem richtigen Weg sind“, fasste Bezirksratsvorsitzender Heinz Rombach zusammen.

Einen Sachstandbericht zur Hausarztzentrierten Versorgung und den Facharztverträgen der AOK Baden-Württemberg gab der stellvertretende Geschäftsführer der AOK-Bezirksdirektion, Uwe Daltoe: „In ganz Baden-Württemberg haben sich inzwischen mehr als 1,2 Millionen Versicherte in die Hausarztzentrierte Versorgung und fast 350.000 Versicherte in das AOK-Facharztprogramm eingeschrieben.“ Fast 4.000 Hausärzte seien beteiligt und mehr als 1.400 Fachärzte aus den Bereichen Kardiologie, Gastroenterologie, Psychotherapie und Neurologie sowie Orthopädie. „Neu hinzu kommen in Kürze die Fachgebiete Urologie und Rheumatologie“, führte Daltoe weiter aus. Eine Versichertenbefragung habe eine sehr hohe Zufriedenheit mit dem HZV-Versorgungsmodell aufgezeigt. Die Gründe hierfür seien vor allem in kürzeren Wartezeiten in der Arztpraxis und schnelleren Terminvergaben bei Fachärzten zu sehen. „Auch die Investition in die mit dem HZV-Modell verbundene bessere Vergütung der teilnehmenden Ärzte zahlt sich unter dem Strich aus“, betonte Daltoe. So sind nach Aussage des AOK-Vize im Bemessungszeitraum 2011/2012 rund 4.500 weniger vermeidbare Krankenhauseinweisungen gegenüber der Kontrollgruppe erfolgt. „Außerdem sind in der HZV-Versorgung die ambulanten Pharmatherapiekosten um etwa 100 Euro pro Patient gesunken.“

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