Herzerkrankungen verharren in Heilbronn-Franken auf hohem Niveau

Heilbronn/Hohenlohe. Mehr als 6 Prozent der Bevölkerung leiden an einer koronaren Herzerkrankung. Im Jahr 2018 wurden in Baden-Württemberg 273.976 AOK-Versicherte deshalb ärztlich behandelt. Im Landkreis Heilbronn waren es 7.467, im Stadtkreis Heilbronn 3.347 und im Hohenlohekreis 4.275. Im Fünfjahreszeitraum von 2014 bis 2018 ist ein geringfügiger jährlicher Rückgang von 0,4 Prozent festzustellen.

Datum: 01.11.2019 / Kategorie: AOK-Aktionen

Heilbronn

festzustellen.

 

AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein: „Bei einer koronaren Herzerkrankung (KHK) sind die großen Adern verengt, die das Herz mit Sauerstoff versorgen. Dies kann bei körperlicher Anstrengung Kurzatmigkeit und Brustschmerzen auslösen. Wenn sich ein Koronargefäß plötzlich ganz verschließt, kann ein Herzinfarkt die Folge sein.“ Im Vorjahr waren im Stadtkreis Heilbronn 158 AOK-Versicherte davon betroffen, im Landkreis Heilbronn waren es 297 und im Hohenlohekreis 174. Das Robert-Koch-Institut meldet für Deutschland etwa 280.000 Herzinfarkte pro Jahr. Nach Auskunft der Deutschen Herzstiftung sind jährlich rund 65.000 Todesfälle infolge plötzlichen Herzstillstands zu verzeichnen.

 

Dr. Knapstein: „Bei einem Herzinfarkt wird ein Teil des Herzens plötzlich nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, so dass es zu dauerhaften Schäden am Herzmuskelgewebe und -Stillstand kommen kann. Hier zählt jede Minute, um lebensrettende Maßnahmen einleiten zu können und Folgeschäden zu begrenzen. Bei einem Verdacht sollten sofort über den Notruf 112 Arzt und Rettungswagen gerufen werden.“ Als Ursache entstehe der Herzinfarkt oft aus Ablagerungen in den Blutgefäßen. Als Hauptrisikofaktoren gelten Tabakkonsum, körperliche Inaktivität, Übergewicht, Diabetes, Fettstoffwechselstörungen und Bluthochdruck.

 

Dr. Sabine Knapstein: „Anhand von Risikokalkulatoren lässt sich heutzutage das persönliche 10-Jahres-Risiko relativ gut abschätzen.“ Für die Vorbeugung und Behandlung sei ein gesunder Lebensstil maßgeblich für den Erfolg: Gewichtsreduktion, Beendigung des Rauchens, fettarme und ballaststoffreiche Ernährung, aktive Stressbewältigung und regelmäßige Bewegung.

 

„Alle gesetzlich Versicherten mit KHK haben die Möglichkeit an einem strukturierten Behandlungsprogramm teilzunehmen. Diese Programme verbessern die Lebensqualität der Teilnehmer nachhaltig und verringern das Herzinfarkt-Risiko deutlich. Aktuelle Studien haben belegt, dass Teilnehmer am AOK-Facharztvertrag Kardiologie in Baden-Württemberg deutlich weniger Todesfälle zu verzeichnen haben,“ so Dr. Sabine Knapstein. Die Hochrechnung weist 267 vermiedene Todesfälle bei Patienten mit einem Herzinfarkt und 343 bei KHK-Patienten aus.

 

Wann Herzrhythmusstörungen gefährlich sind und wie man sich vor dem plötzlichen Herztod schützen kann, darüber informieren Prof. Dr, Marcus Hennegriff und weitere Herzspezialisten am Montag, 4. November, um 19 Uhr, im Franziska-Schwarz-Hörsaal des SLK-Klinikums am Gesundbrunnen in Heilbronn. Anmeldung bei der AOK unter der Telefonnummer 07941 2079-148.

 

 

 

 

 

 

 

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Dr. René Schilling

Pressesprecher

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