Heuschnupfen: Landkreis Esslingen an der Spitze

So schön die Sonne und das frisch sprießende Grün auch sind – für immer mehr Menschen bedeutet der Frühling verstopfte Nase, Husten, tränende Augen. Denn mit dem Frühling kommen auch Pollen. Eine Auswertung der AOK Baden-Württemberg zeigt nun, dass im Kreis Esslingen die meisten Heuschnupfen-Betroffenen leben.  

Datum: 18.03.2015 / Kategorie: Gesundheit und Prävention

Esslingen

Datengrundlage sind knapp 210.000 Versicherte im Landkreis und damit 40 Prozent der Bevölkerung. „Im Landkreis Esslingen wurden im vorigen Jahr etwa 11.400 Versicherte wegen Heuschnupfen behandelt“, sagt Johannes Bauernfeind, Geschäftsführer der AOK Neckar-Fils. Damit liegt der Kreis in Baden-Württemberg an der Spitze, gefolgt von Stuttgart (9.340 Heuschnupfenkranke) und Ludwigsburg (9000 Kranke).

„Zu denjenigen, die zum Arzt gehen, dürften noch viele kommen, die sich ausschließlich in der Apotheke beraten lassen“, ergänzt Bauernfeind und verweist darauf, dass 2007 rund 10.000 Versicherte im Landkreis Esslingen wegen Heuschnupfen beim Arzt waren, die Zahl der Betroffenen steigt also.

Interessant ist die Verteilung auf die Geschlechter: Bis zum 20. Lebensjahr haben mehr Mädchen als Jungs Heuschnupfen, Anfang der 20er gleicht sich die Betroffenheit an und ab Mitte 20 haben die Frauen die Männer mit dieser lästigen Erkrankung überholt. Ein Blick auf die Altersstruktur wiederum zeigt, dass die Zahl der Betroffenen in der Jugend (10 bis 14 Jahren) kräftig steigt, besonders leiden die Altersgruppen 20 bis 24 und 45 bis 49. Ab Mitte 50 sinkt die Zahl der Heuschnupfenkranken deutlich.

„Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Immunsystems“, erklärt AOK-Ärztin Dr. Sabine Knapstein. „Typische Heuschnupfenreaktionen sind gereizte Augen und eine laufende Nase. Am besten ist es, die Auslöser, sofern diese bekannt sind, zu vermeiden. Hierbei hilft meistens ein Blick in den Pollenflugkalender. Weitere Maßnahmen sollten individuell mit dem Haus- oder Kinderarzt besprochen werden.“ Wenn Kinder Allergie-Symptome zeigen, sollte man schnell zum Arzt gehen, rät Knapstein. „Mit einer frühen Diagnose und einer entsprechenden Behandlung lassen sich viele Allergien besser kontrollieren. Dadurch lässt sich der weitere Erkrankungsverlauf günstig beeinflussen.“

Kontakt zur Pressestelle

Jörg Portius

Leiter Kommunikation/Politik

E-Mail: joerg.portius@bw.aok.de
Telefon: 0711 9399-440
Telefax: 0711 9399-160

Plochinger Straße 13
73730 Esslingen