Hoher Krankenstand im Landkreis Schwäbisch Hall durch Grippewelle

Die Grippewelle in den ersten drei Monaten dieses Jahres hat statistisch deutliche Spuren hinterlassen. Im ersten Halbjahr 2015 stieg die Zahl der Krankmeldungen von AOK-Mitgliedern in Baden-Württemberg um 15,1 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Im Landkreis Schwäbisch Hall lag die Zunahme mit 18,6 Prozent über dem Landesdurchschnitt. Die Zahlen der AOK Baden-Württemberg gelten als besonders repräsentativ, denn mit einem Marktanteil von knapp 43 Prozent ist die AOK die größte Krankenversicherung in Baden-Württemberg.

Datum: 02.10.2015 / Kategorie: Impfung

Schwäbisch Hall

Die halbjährliche Auswertung der Krankmeldungen zeigt die Auswirkungen der Grippewelle deutlich. In den ersten drei Monaten des Jahres war der Krankenstand im Lande deutlich höher als im Jahr zuvor. Spitzenmonat war der Februar. 7,4 Prozent der AOK-Mitglieder waren krank. 2014 belief sich dieser Wert nur auf 5,6 Prozent. Wie gravierend diese Monate zu Buche schlugen zeigt sich an den absoluten Zahlen für die Region Heilbronn-Franken. Zwischen Januar und März 2015 verzeichnete die AOK hier 161.156 Krankmeldungen, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es nur 128.714.

Wenig überraschend ist daher, dass die Anzahl der Atemwegserkrankungen mit einem Indexwert von 36,4 im Land und 34,6 im Landkreis Schwäbisch Hall weit vorne platziert war, gefolgt von den Gruppen Muskel/Skelett mit 16,9 (17,7) und Verdauung von 9,9 (9,7). Bezogen auf die Erkrankungsdauer blieb die Reihenfolge unverändert. 20,4 Prozent der Diagnosen entfielen auf die Krankheitsart Muskelskelett, 17,4 Prozent auf Atemwege, 9,8 Prozent auf Verletzungen und 9,5 Prozent auf psychische Beschwerden.

Die AOK Baden-Württemberg übernimmt die Kosten für eine Grippeschutzimpfung für alle ihre Versicherten. Empfohlen wird diese vor allem den Menschen, für die eine Erkrankung häufiger zur ernsthaften Gefahr wird - insbesondere also chronisch Kranke, Ältere über 60, Schwangere und medizinisches Personal. „Die Impfung ist eine wichtige und sichere Schutzmöglichkeit, auch wenn ihre Wirksamkeit schwanken kann“, sagt Lothar H. Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts.

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